• 16.10.2003, 10:03:06
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EBRD und AWO nehmen Unternehmen die Angst vor dem Schritt über die Grenze

AWO-Chef Koren: Wir wollen österreichischen Firmen auf Export- und Invest-Möglichkeiten, die durch eine Kooperation mit der EBRD entstehen, aufmerksam machen

Wien (PWK702) - Bereits heute nehmen österreichische Unternehmen
die sich im Wege der so genannten MDB (Multilaterale
Entwicklungsbanken) und im speziellen der Europäischen Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) anbietenden
Geschäftsmöglichkeiten wahr. Insbesondere im Hinblick auf die neuen
EU-Beitrittsländer und die künftigen Möglichkeiten in den neuen
Grenzländern zur EU kommt den Finanzierungsinstrumenten der EBRD
erhöhte Bedeutung zu. Bisher nutzten aber vor allem österreichische
Großunternehmen die Finanzierungsmöglichkeiten der EBRD, KMU nahmen
sie kaum in Anspruch. Der Grund dafür liegt in einer generellen
Schwellenangst vieler Unternehmen überhaupt den Schritt über die
Grenze als Exporteur oder Investor zu wagen. Um den österreichischen
Unternehmen hier verstärkt ein Service anbieten zu können, hat das
Finanzministerium im Rahmen der Internationalisierungsoffensive von
WKÖ und Bundesregierung begonnen, die Vernetzung mit den MDB
auszubauen. Als erste Maßnahme wurde bei der EBRD die Adviser-Stelle
im Büro des österreichischen Exekutivdirektors Michael Neumayr
reaktiviert und mit der seit vielen Jahren in der EBRD mit Sitz in
London tätigen Österreicherin Maria Kohlweg besetzt.

"Unser Anliegen ist, die österreichischen Firmen auf die
Möglichkeiten, die eine Kooperation mit der EBRD bieten, aufmerksam
zu machen und sie auch auf ihrem Weg nach Zentral- und Osteuropa zu
begleiten", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich
(AWO) der WKÖ. Und dafür ist die EBRD ein idealer Partner. Es gehe
dabei sowohl um den Export von Waren und Dienstleistungen als auch um
Investitionen. Koren: "Austro-Unternehmen sind zwar schon stark bei
EBRD-finanzierten Projekten in den unmittelbaren Nachbarländern
aktiv, aber die Möglichkeiten in weiter östlichen Regionen und
Ländern werden bei weitem nicht ausgenützt."

"Wir bieten jetzt mit der Besetzung der Advisor-Stelle innerhalb der
EBRD mit Maria Kohlweg ein noch besseres Service für österreichische
Unternehmen", sagt EBRD-Exekutivdirektor Michael Neumayr und Maria
Kohlweg ergänzt, ihre Funktion werde sich auf die Unterstützung
österreichischer Firmen in diesem Zusammenhang konzentrieren. "Ich
sehe mich als Anlaufstelle für Unternehmen, die neue Kontakte suchen
oder ihre bestehenden Wirtschaftsbeziehungen ausbauen wollen."
Grundsätzlich müsse auch die Scheu von Unternehmen, mit
internationalen Finanzorganisationen zu kooperieren, beseitigt
werden. Kohlweg: "Die EBRD ist Ihr Partner für Zentraleuropa und
Zentralasien und ich werde ständig für Österreich da sein." Das
Service umfasst bereits die Absicherung von Risiken bei
Handelsfinanzierungen ab 50.000 Euro bis zur Finanzierung von
Großprojekten, die von "normalen" Geschäftsbanken oder der
Kontrollbank (OeKB) aufgrund von Risikoeinstufungen in den jeweiligen
Ländern nicht mehr übernommen werden. (BS)

OTS0051    2003-10-16/10:03

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