• 15.10.2003, 15:33:33
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Muttonen: Kunstbudget 2002 immer noch niedriger als 1999

SPÖ-Kultursprecherin fordert mehr Transparenz und Dialogbereitschaft von Morak

Wien (SK) Als "bedauernswerte Tatsache, die auch durch
überzogene Jubelmeldungen nicht umgekehrt werden kann", bezeichnete
SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen den Umstand, dass beim
Kunstbudgets 2002 immer noch nicht der Stand von 1999 erreicht werden
konnte. Daran ändere auch die Erhöhung der Mittel für bauliche
Sanierungen nichts, da dies nichts mit der Förderung zeitgenössischer
Kunst zu tun habe. "Ich erwarte mir von Staatssekretär Morak
wesentlich mehr Anstrengungen, was für ihn ja nicht allzu schwierig
sein sollte, vor allem angesichts dessen, dass er ja angeblich die
Erhöhung der EU-Kulturmittel durchgesetzt haben soll", so Muttonen
Mittwoch anlässlich des parlamentarischen Kulturausschusses gegenüber
dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Kultursprecherin fordert überdies mehr Transparenz im
Kunstbericht. So würden beispielsweise Vergleichszahlen zum Vorjahr
fehlen, und auch die regionale Zuordnung von Förderungen sei nicht
ersichtlich. "Niemand kann aus dem Bericht ersehen, ob eine Region
nun stärker gefördert wird als eine andere, oder nicht", so Muttonen.

"Transparenz" sei für den Kunststaatssekretär aber
anscheinend überhaupt ein Fremdwort, denn diese fehle auch bezüglich
jener Maßnahmen, die von ihm gesetzt werden. "So plant Morak zu Zeit
hinter verschlossenen Türen eine Novelle der Filmförderung, ohne die
Eckpunkte zu konkretisieren", betonte Muttonen, die als weiteren
Kritikpunkt die "gegen Null gehende Dialogbereitschaft des
Staatssekretärs" nannte. Vor allem in Zusammenhang mit den
Vorkommnissen rund um die "Diagonale" habe Morak jegliche
Kommunikationsbereitschaft vermissen lassen, so die
SPÖ-Kultursprecherin.

Abschließend kritisierte Muttonen, dass es seitens des
Kunststaatssekretärs wieder keine Bereitschaft gibt, den Kunstbericht
ins Plenum des Nationalrates zu bringen. "Seit diese Regierung im Amt
ist, hat es noch keine Grundsatzdebatte über die Kunst- und
Kulturpolitik gegeben; die Regierung ist nicht willens, eine breite
öffentliche Debatte zuzulassen. Soviel zum Thema Transparenz",
schloss Muttonen. (Schluss) cs

OTS0210    2003-10-15/15:33

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