- 15.10.2003, 13:14:22
- /
- OTS0169 OTW0169
UG-Unabhängige GewerkschafterInnen: "ÖGB-‚Österreich Pension' kein Konzept für die Jugend!"
Koza: "Fehlende Ersatzzeiten für Bildung und Ausbildung entsprechen nicht den Anforderungen einer modernen Bildungsgesellschaft."
"Die ‚Österreich Pension' des ÖGB entspricht in etlichen Punkten
nicht den Anforderungen einer modernen Bildungsgesellschaft",
kritisiert Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen
GewerkschafterInnen (AUGE/UG) das heute präsentierte ÖGB-Konzept.
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen begrüßen zwar ausdrücklich
die im Rahmen des ÖGB-Reformkonzeptes aufgestellte Forderung nach
einer eigenständigen, existenzsichernden Mindestsicherung im Alter,
die insbesondere Frauen zugute kommen und das Armutsrisiko Alter
reduzieren würde, doch beinhaltet auch das ÖGB-Konzept
Pensionskürzungen: "Der Durchrechnungszeitraum von 45 Jahren führt
zwangsläufig zu geringeren Pensionsansprüchen, als ein
Durchrechnungszeitraum von 15 Jahren. In diesem Punkt hat sich der
ÖGB der Regierungsposition angenähert."
Auch entspricht die ‚Österreich Pension' nicht den Anforderungen
der Bildungsgesellschaft: "Jugendliche, die etwa in universitärer
Ausbildung stehen, die später in den Arbeitsprozess eintreten, müssen
aufgrund des hohen Durchrechnungszeitraums dramatische
Pensionseinbussen in Kauf nehmen. Ersatzzeiten für Bildung und
Ausbildung sind im ÖGB Konzept leider nicht vorgesehen," so Koza.
Auf Kritik bei den Unabhängigen GewerkschafterInnen stößt auch der
defensive Charakter des ÖGB Modells: "Die Frage der Finanzierung der
Pensionen ist letztlich eine Verteilungsfrage. Hier agiert der ÖGB zu
defensiv. Überlegungen, neue Finanzierungsquellen zu finden, wie etwa
die Wertschöpfungsabgabe oder die Absicherung des Staatsanteils aus
Einnahmen einer Vermögenssteuer, fehlen", schließt Koza.
Rückfragehinweis: Mag. Markus Koza 0676/951 27 82
OTS0169 2003-10-15/13:14
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR






