- 15.10.2003, 11:49:08
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ORF-Zentrum Wien: Commission on Radio and Television Policy untersucht die Rolle des Journalismus in ethnischen Konflikten
Symposion "Media Dilemmas: Covering Ethnic and Other Conflicts" am 17. und 18. Oktober 2003 - Pressegespräch am 17. Oktober um 11.30 Uhr im ORF-Zentrum
Wien (OTS) - Führende Vertreter von Medienunternehmen,
Journalisten und medienpolitische Entscheidungsträger aus Europa und
den USA werden sich im Rahmen des jährlichen Treffens der Commission
on Radio and Television Policy: Central and Eastern Europe, das am
17. und 18. Oktober im ORF-Zentrum stattfindet, mit der Frage der
Berichterstattung über ethnische und politische Konflikte
beschäftigen.
Vor Beginn der Veranstaltung - am Freitag, dem 17. Oktober, um
11.30 Uhr im ORF-Zentrum Wien - werden die beiden Vorsitzenden des
Symposions, Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek, Vorsitzender des
Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, Sonderkoordinator des
Stabilitätspakts für Südosteuropa, und Ellen Mickiewicz, PhD,
Professor an der Duke University, USA, sowie Rainer Rosenberg, Leiter
Produktionsgruppe Spezialprogramme, ORF, und weitere Teilnehmer die
Themen und Zielsetzungen des Symposions erläutern.
Zwt.: Rolle der Journalisten in ethnischen Konflikten
Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern werden die journalistische
Gestaltung der Berichterstattung aus Konfliktregionen und die Rolle
der Journalisten diskutieren, die unter Umständen unbewusst zur
Eskalation oder Eindämmung eines Konflikts beitragen. So werden
Konflikte oft als historisch "unvermeidlich" dargestellt, obwohl sie
in Wirklichkeit politisch motiviert sind. In jedem Fall sollten
Journalisten mit größter Umsicht verfahren, wenn sie Personen als
"Sprecher" einer bestimmten Gruppe oder eines Anliegens bezeichnen.
Dabei ist stets zu bedenken, dass die Wiedergabe extremer Standpunkte
zur Verschärfung der Spannungen beitragen kann. Die Commission wird
sich auch mit der Berichterstattung vor, während und nach dem
Irak-Krieg sowie über regionale Konflikte in Südost- und Osteuropa
beschäftigen.
Zwt.: Jimmy Carter als Gründer der Commission on Radio and Television
Policy
Die Kommission wurde 1990 vom ehemaligen US-Präsidenten Jimmy
Carter zur Förderung der Rolle der freien Presse in demokratischen
Gesellschaften gegründet. Sie beschäftigte sich ursprünglich vor
allem mit der medienpolitischen Situation in den USA und Westeuropa,
hat ihre Aufmerksamkeit aber in den vergangenen Jahren vermehrt der
Lage ihrer neuen Mitglieder in Mittel- und Osteuropa zugewandt.
Zwt.: Amerikanisch-österreichischer Vorsitz
Den Vorsitz der Kommission führen Vizekanzler a. D. Dr. Erhard
Busek und Dr. Ellen Mickiewicz, Leiterin des DeWitt Wallace Center
for Communications and Journalism an der Duke University in den USA.
Unterstützt wird die Kommission vom DeWitt Wallace Center (USA), dem
ORF, dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, der
American-Austrian Foundation, der Stadt Wien und dem
Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten.
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