• 15.10.2003, 11:40:46
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GRILLITSCH: ÖSTERREICHS ABGEORDNETE DISKUTIEREN ÜBER GAP-REFORM UND WTO-VERHANDLUNGEN

Erste Sitzung des Unterausschusses des Ausschusses für Land- und
Forstwirtschaft

Wien, 15. Oktober 2003 (ÖVP-PK) Heute findet die erste Sitzung des
Unterausschusses des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft statt.
Im Mittelpunkt der Sitzung stehen die Reform der "Gemeinsamen
Agrarpolitik" (GAP) und die "WTO-Verhandlungen". "Die Landwirtschaft
steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen.
Schwerpunkte sind unter anderem die GAP-Reform, die in den nächsten
Jahren umgesetzt werden muss, und die WTO-Verhandlungen. Die Politik
hat dabei die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft bestmöglich zu
gestalten. Es ist daher wichtig, heute die zuständigen
österreichischen Parlamentarier über die GAP-Reform und die
WTO-Verhandlungen zu informieren, diese Punkte gemeinsam zu beraten
und dafür auch Experten beizuziehen", erklärte heute, Mittwoch, der
Bauernbund-Präsident und Obmann des Unterausschusses, Fritz
Grillitsch vor Beginn der Sitzung.. ****

"Mit der im Juni 2003 beschlossenen GAP-Reform konnten wesentliche
Erfolge für Österreich erzielt werden. So konnte der österreichische
Weg einer bäuerlichen und naturnahen Landwirtschaft abgesichert
werden", so Grillitsch weiter. Positiv seien die Verlängerung der
Milchquotenregelung bis 2014/15, die Verhinderung der zusätzlichen
Milchquotenaufstockung und die Teilentkoppelung bei den Rinderprämien
sowie die Aufstockung der Mutterkuhquote um 50.000 Stück zu sehen.
Ebenfalls als Erfolg für die Landwirtschaft wertet Grillitsch die
geringere Preissenkung bei Milch und dass es bei Getreide zu keiner
Preissenkung gekommen sei. "Es wurde für unsere Bauern eine
berechenbare Perspektive bis 2013 und in Teilbereichen auch darüber
hinaus geschaffen."

Hauptelemente der GAP-Reform seien die Entkoppelung, also eine
produktionsunabhängige einzelbetriebliche Zahlung, und eine
Verknüpfung der Marktordnungsdirektzahlungen mit der Einhaltung von
Standards in den Bereichen Umwelt, Lebensmittelsicherheit, Tier- und
Pflanzengesundheit und Tierschutz, erläuterte der Obmann des
Unterausschusses.

Mit den entsprechenden Durchführungsverordnungen für die
GAP-Reform rechnet Grillitsch bis zum kommenden Frühjahr. In Kraft
treten soll die Agrarreform ab 2005. Hinsichtlich der gescheiterten
WTO-Verhandlungen sei bis Mitte Dezember das weitere
Verhandlungsprozedere festzulegen, so der Bauernbund-Präsident
abschließend.
(Schluss)

OTS0112    2003-10-15/11:40

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