- 15.10.2003, 11:30:50
- /
- OTS0107 OTW0107
Fünf Gewerkschaften solidarisch mit ÖBB-Beschäftigten
Verlierer der Regierungspolitik sind neben Beschäftigten auch Pendler und Bahnkunden
Wien (GMT/ANG/DJP/Chemie/GPA/ÖGB). Ihre Solidarität mit den
Beschäftigten der ÖBB bekundeten heute die Gewerkschaften
Metall-Textil, Agrar-Nahrung-Genuss, Druck-Journalismus-Papier,
Chemiearbeiter und der Privatangestellten in einer gemeinsamen
Stellungnahme.
Die Gewerkschaften, die sich im Prozess der Neugründung befinden,
kritisieren die rechtsstaatlich höchst bedenklichen Eingriffe in die
privatrechtlichen Dienstverträge, die Folgewirkung auf andere Dienst-
und Kollektivverträge haben könnten. Diese rechtswidrige
Vorgangsweise bedroht auch die Vertragsgestaltung und
Kollektivvertragsstrukturen im gesamten privatwirtschaftlichen
Sektor.
Weiters kritisieren die Gewerkschaften die geplante Zerschlagung
der ÖBB. Beispiele in Europa hätten gezeigt, dass überall dort, wo
integrierte Bahnunternehmen zerteilt werden, diese massive
Preissteigerungen und Verschlechterungen in der Servicequalität für
Pendler und Bahnreisende zur Folge hätte.
Es ist einzigartig, wie hier ein Eigentümer eine richtiggehende
Hetzkampagne gegen die Beschäftigten eines ihrer Unternehmen führt.
Statt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, werden sie
als Privilegienritter und Minderleister diffamiert. Die fünf
Gewerkschaften fordern die Bundsregierung auf, in einen vernünftigen
Dialog mit der Gewerkschaft der Eisenbahner zu treten.
ÖGB, 15. Oktober 2003 Nr. 849
Der ÖGB-Bundeskongress wird auch live im Internet (www.oegb.at)
übertragen.
Rückfragehinweis: Nani Kauer
Telefon: 0664- 614 59 15
OTS0107 2003-10-15/11:30
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB






