• 14.10.2003, 15:54:53
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Bundesstrukturkommission gibt grünes Licht für "MedAustron"

Meilenstein für Wiener Neustadt

St. Pölten (NLK) - Als "gesundheitspolitischen Meilenstein für
unsere Stadt" bezeichnete heute in einer Pressekonferenz in Wiener
Neustadt Vizebürgermeister Holger Linhart die einstimmige
Entscheidung der Bundesstrukturkommission, dass das Krebsforschungs-
und -behandlungszentrum "MedAustron" in der "Allzeit Getreuen"
errichtet werden soll. Bei ihrer gestrigen Sitzung in Wien empfahlen
Vertreter des Bundes, der Länder, der Sozialversicherung, der
Ärztekammer, der Krankenhäuser sowie von Städte- und Gemeindebund
unter dem Vorsitz von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat
ausdrücklich die Realisierung des Projekts. Als nächster Schritt
stehen nun konkrete Finanzierungsverhandlungen am Programm;
federführend dabei ist das Land Niederösterreich. Neben dem Bund, dem
Land und der Stadt Wiener Neustadt sollen allenfalls auch "Private"
beteiligt werden.

Linhart zeigte sich jedenfalls optimistisch. Lob kommt auch für
das Land Niederösterreich: "Nur durch die klare Positionierung von
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und die Bereitstellung der
entsprechenden Mittel sind wir überhaupt so weit gekommen", meinte
Linhart. Nun gelte es, in den nächsten Wochen weiterhin "Hand in Hand
zu marschieren, um das Projekt endgültig zu bekommen", so der
Vizebürgermeister.

Seit 1995 wird das Projekt vorangetrieben. In den letzten zehn
Jahren haben Stadt und Land über fünf Millionen Euro in die Planung
und Projektierung investiert. Die Gesamtinvestitionskosten werden
sich auf rund 100 Millionen Euro belaufen, die jährlichen
Betriebskosten auf etwa 20 Millionen. Auf wirtschaftlicher Ebene wird
derzeit ein Businessplan ausgearbeitet. Konzipiert ist das Zentrum im
klinischen Routinebetrieb für 1.200 Patienten pro Jahr. Durch
Ausweitung kann diese Kapazität auf bis zu 2.000 Patienten gesteigert
werden. Insgesamt 40 Mitarbeiter sind bereits im Projekt involviert,
das der gesamten österreichischen Medizin ein enormes Anliegen ist.
So steht z.B. die Gesellschaft für Radioonkologie, und damit alle
Strahlentherapeuten, hinter "MedAustron". Ein wesentlicher Erfolg
gelang im Jänner dieses Jahres, in dem die führenden europäischen
Köpfe und Institute auf dem Gebiet der Ionenforschung und -therapie
mit ins Boot geholt wurden. Unterstützung kommt auch von der EU. Denn
"MedAustron" ist das einzige österreichische Großforschungsprojekt,
das der Rat für Forschung und Technologieentwicklung im
internationalen Forschungs- und Innovationsplan empfiehlt.

Die nächsten Schritte: Medizinische Grundlagenforschung,
Entwicklung eines Bestrahlungstisches mit Ultraschall-Scannsystem,
Ausbildung einer medizinisch-technischen Basisgruppe und Optimierung
von Bestrahlungsprogrammen. Wenn die endgültige Zustimmung erfolgt,
wird das technische Design zwei Jahre in Anspruch nehmen. Der Bau
kann innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein. Die Ionengantry
soll in acht Jahren in Betrieb gehen.

OTS0237    2003-10-14/15:54

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