• 14.10.2003, 11:36:34
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PRÖLL: 869 Mio. Euro Leistungsabgeltungen für die österreichischen Landwirtschaft Mit heutigem Tag beginnt Auszahlung Umweltprogramm und Ausgleichszulage Bergbauern

Wien (lebensministerium, 14.10.2003) Mit heutigem Tag beginnt die
Auszahlung der Leistungsabgeltungen im Rahmen des agrarischen
Umweltprogramms ÖPUL sowie der Bergbauern Ausgleichszulage. Insgesamt
werden bei diesem Auszahlungstermin 869 Mio. Euro an bäuerliche
Familienunternehmen ausgezahlt. Die Mittel werden von der EU, von
Bund und Ländern gemeinsam aufgebracht und sind ein wesentlicher
Eckstein für die Absicherung der ökologischen Orientierung der
österreichischen Landwirtschaft sowie für die Bewirtschaftung der
Berggebiete. Das erklärte heute, Dienstag, Landwirtschaftsminister
Josef Pröll.****

Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZ)
Fast 70% der landwirtschaftlichen Betriebe liegen in Österreich im
Benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiet (Bergbauerngebiet,
Sonstige benachteiligte Gebiete, Kleine Gebiete). Die
Bergbauernförderung bzw. die Ausgleichszulage ist ein notwendiger
Beitrag zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung und Besiedelung
auch unter ungünstigen Standortbedingungen. Mit heutigem Tag wird die
erste Tranche in der Hohe von 209 Mio. Euro von insgesamt 282 Mio.
Euro angewiesen, die zweite Tranche wird voraussichtlich im Mai 2004
überwiesen. Für Bergbauernbetriebe steht dabei zum dritten Mal die
verbesserte Bergbauernförderung mit einem Sockelbetrag für kleinere
Betriebe zur Verfügung, die für die Erhaltung intakter
Gebirgsregionen unverzichtbar sind.

ÖPUL für das Antragsjahr 2003
2003 stehen für die Herbstauszahlung des Österreichischen
Umweltprogramms (ÖPUL) über 628 Mio. Euro zur Verfügung. Das bedeutet
eine Steigerung von 20 Mio. Euro bzw. eine Zunahme um 3 % gegenüber
dem Vorjahr. Einer der Gründe für die Steigerung war vor allem die
verstärkte Teilnahme an der Maßnahme Biologische Wirtschaftsweise.
Der Bio-Auszahlungsbetrag wurde um rund 9 Mio. Euro auf 84,7 Mio.
Euro erhöht und wird an 18.200 Bio-Betriebe überwiesen. Im Jahr 2003
haben 137.350 Betriebe am Österreichischen Umweltprogramm
teilgenommen. Darüber hinaus wurde 2003 ein großes Interesse auf
Naturschutzmaßnahmen gelegt. Für diese Maßnahmen werden rund 26,8
Mio., das sind 4 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, ausbezahlt.: "Diese
Entwicklung ist sehr erfreulich. Die rege Teilnahme an den
Umweltprogrammen zeigt, dass Österreichs Landwirte sehr großen Wert
auf eine nachhaltige und umweltgerechte Landwirtschaft legen", so
Pröll.

Ländliche Entwicklung - Sonstige Maßnahmen

Seit einem Jahr werden die sonstigen Maßnahmen der Ländlichen
Entwicklung und die Marktordnung Wein in der AMA abgerechnet.
Österreichweit wurden in diesem Jahr 24.330 Anträge auf Maßnahmen der
Ländliche Entwicklung und 2.250 Anträge im Weinbereich gestellt. Für
die Maßnahmen Bildung, Investition, Forst, Niederlassung,
Erzeugerorganisationen, Verarbeitung und Vermarktung sowie deren
Verbesserungsmaßnahmen wurden Gelder in der Höhe von rund 120 Mio.
Euro im letzten Jahr berechnet. Davon wird am 14. Oktober die letzte
Tranche mit 31,8 Mio. Euro überwiesen. Im Rahmen der Weinmarktordnung
kamen insgesamt über 11 Mio. Euro zur Auszahlung. Auch im Jahr 2003
konnte das gesamte für Österreich zur Verfügung stehende Budget
ausgeschöpft werden. Landwirtschaftsminister Pröll: "Die neuen
Maßnahmen konnten durch die gute Zusammenarbeit aller
verantwortlichen Stellen rasch in die AMA eingegliedert werden,
sodass die Projekte zweitgemäß ausbezahlt werden konnten."

"Im Rahmen der Agenda 2000 ist es gelungen, die Politik zur
Entwicklung des ländlichen Raumes als zweite Säule der GAP zu
verankern. Im EU-Haushalt 2000- 2006 sind bereits 10% der GAP-Mittel
für Ausgaben im Rahmen der Ländlichen Entwicklung veranschlagt. Das
von Österreich vorgelegte Programm zur ländlichen Entwicklung wurde
von der EU-Kommission am 14. Juli 2000 genehmigt und folgt in den
konkreten Förderungsmaßnahmen für den ländlichen Raum einer langen
Tradition. Über dieses Programm werden im Zeitraum von 2000 bis 2006
rund zwei Drittel aller öffentlichen Gelder, die für die Land- und
Forstwirtschaft in Österreich ausgegeben werden, abgewickelt.
Österreich erhält für seine Maßnahmen im Rahmen des Programms für die
ländliche Entwicklung rund 10 Prozent aller Mittel, die die EU für
diese neue 2. Säule der EU-Agrarpolitik zur Verfügung stellt. Unser
Land ist damit Vorreiter bei der Umsetzung einer nachhaltig
orientierten Landwirtschaft. Damit kann die österreichische
Landwirtschaft auch den Ansprüchen der Gesellschaft an eine
multifunktionale Landwirtschaft voll gerecht werden. Bei der
Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik ist daher die Politik für die
ländliche Entwicklung weiter zu stärken", schloss Pröll.

(Schluss)

Servicehinweis:

Auszahlungsausblick bis Ende 2003

Am 18. November 2003 erfolgt die Kulturpflanzen-Flächenzahlungen
(KPF) 2003. Für diese EU-Maßnahme ist eine Summe von ca. 363 Mio.
Euro reserviert, die zur Gänze von der EU finanziert wird.
Die Mutterschaf- und Ziegenprämie wird planmäßig am 18. Dezember
ausbezahlt.

AMA-Hotline
Um den Landwirten bei telefonischen Anfragen möglichst hohe
Servicequalität zu bieten, hat die AMA eigene Hotlinenummern
eingerichtet. Diese Hotlines bieten unter anderem den Vorteil, dass
Wartezeiten gegenüber der Vergangenheit deutlich reduziert werden.

Je nach Maßnahme steht dem Landwirt die passende Hotline zur
Verfügung:

ÖPUL:     01 / 33 129
AZ:          01 / 33 759
Ländliche Entwicklung - Sonstige Maßnahmen:  01 / 33 151 - 4601

Ab Mitte November wird die Hotline für
Kulturpflanzen-Flächenzahlungen (KPF) aktiviert (Auszahlung am 18.
November 2003):

OTS0089    2003-10-14/11:36

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