- 13.10.2003, 17:36:03
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Haubner: Österreich-Strategie für die Kinderbetreuung fixiert
Umsetzungsplan mit Ländern soll letzte Lücken schließen
Wien (BMSG/OTS) - Voll aufgegangen ist laut
Familienstaatssekretärin Ursula Haubner die Erwartung an den
Kinderbetreuungsgipfel mit den zuständigen Ländern. Ein
Umsetzungsplan wird gezielt und bedarfsgerecht auf neue
Betreuungssituationen durch fallende Kinderzahlen, regionale
Gegebenheiten und Flexibilität in der Arbeitszeit eingehen.
"Wir haben Übereinstimmung erzielt, dass es darum geht, neue,
flexible Formen der Kinderbetreuung umzusetzen, die auf Zahl, Alter
und regionale Ausrichtung abstellt", so Haubner. "Denn der
Kinderbetreuungsbedarf stellt sich in Städten anders dar als in
ländlichen Regionen. Es muss daher gewährleistet sein, dass auch
wenigen Kindern in einem kleinen Ort ein Betreuungsplatz zur
Verfügung gestellt wird", betont die Staatssekretärin.
Darüber hinaus müsse die Kleinkindbetreuung und die
Nachmittagsbetreuung gesondert betrachtet werden, weil bei
Schulkindern auch die schulischen Anforderungen in der Betreuung eine
wichtige Rolle spielen. Daher habe sich der heutige Runde Tisch
ausschließlich der Altersgruppe der 0 - 6jährigen Kindern gewidmet.
"Die Länder selbst haben längst neue Wege beschritten, weil sie
selbst vor Ort am besten die Nachfrage und die bereits vorhandene
Infrastruktur kennen", ist Haubner von der Vielfalt der vorgestellten
Modelle angetan.
Zwt.: Kinderbetreuungsgipfel beschließt Österreich-Strategie
Fortsetzung findet die Initiative mit einem zweiten Runden Tisch
mit Schwerpunkt "Nachmittagsbetreuung", der gemeinsam mit
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer stattfinden wird. Ab dann wird
eine Kommission ehestmöglich ihre Arbeit aufnehmen, um innerhalb des
nächsten halben Jahres einen Ausbauplan zu entwickeln, der auch vom
Bund unterstützt werden soll. "Damit können bereits im kommenden
Schuljahr 2004/05 neue Impulse der Kinderbetreuung die Eltern
entlasten", erklärt Haubner.
Weitere Betrachtungspunkte der Kommission werden die steuerliche
Behandlung der Familien sowie die neuen Arbeitszeitmöglichkeiten im
Zusammenhang mit der Kinderbetreuung sein. Die Kommission soll sich
aus Familien-, Frauen- und Bildungsministerium, Ländern, Eltern- und
Behindertenvertreter/innen, Arbeiter-, Wirtschafts- und
Landwirtschaftskammer sowie dem Städte- und Gemeindebund
zusammensetzen.
"In spätestens einem halben Jahr erwarten wir den konkreten
Umsetzungsplan. Wir werden dann die Kooperation auch auf finanzieller
Ebene geklärt haben, weil wir vorher ja den Finanzierungsbedarf
kennen müssen. Durch punktgenaue Lösungen kann das Thema der
Kinderbetreuung endlich jener Regelung zugeführt werden, wie wir es
im Regierungsprogramm auch vorgesehen haben", schließt Haubner.
(Schluss) bxf
OTS0230 2003-10-13/17:36
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