Haubner: Österreich-Strategie für die Kinderbetreuung fixiert

Umsetzungsplan mit Ländern soll letzte Lücken schließen

Wien (BMSG/OTS) - Voll aufgegangen ist laut Familienstaatssekretärin Ursula Haubner die Erwartung an den Kinderbetreuungsgipfel mit den zuständigen Ländern. Ein Umsetzungsplan wird gezielt und bedarfsgerecht auf neue Betreuungssituationen durch fallende Kinderzahlen, regionale Gegebenheiten und Flexibilität in der Arbeitszeit eingehen.

"Wir haben Übereinstimmung erzielt, dass es darum geht, neue, flexible Formen der Kinderbetreuung umzusetzen, die auf Zahl, Alter und regionale Ausrichtung abstellt", so Haubner. "Denn der Kinderbetreuungsbedarf stellt sich in Städten anders dar als in ländlichen Regionen. Es muss daher gewährleistet sein, dass auch wenigen Kindern in einem kleinen Ort ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt wird", betont die Staatssekretärin.

Darüber hinaus müsse die Kleinkindbetreuung und die Nachmittagsbetreuung gesondert betrachtet werden, weil bei Schulkindern auch die schulischen Anforderungen in der Betreuung eine wichtige Rolle spielen. Daher habe sich der heutige Runde Tisch ausschließlich der Altersgruppe der 0 - 6jährigen Kindern gewidmet. "Die Länder selbst haben längst neue Wege beschritten, weil sie selbst vor Ort am besten die Nachfrage und die bereits vorhandene Infrastruktur kennen", ist Haubner von der Vielfalt der vorgestellten Modelle angetan.

Zwt.: Kinderbetreuungsgipfel beschließt Österreich-Strategie

Fortsetzung findet die Initiative mit einem zweiten Runden Tisch mit Schwerpunkt "Nachmittagsbetreuung", der gemeinsam mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrer stattfinden wird. Ab dann wird eine Kommission ehestmöglich ihre Arbeit aufnehmen, um innerhalb des nächsten halben Jahres einen Ausbauplan zu entwickeln, der auch vom Bund unterstützt werden soll. "Damit können bereits im kommenden Schuljahr 2004/05 neue Impulse der Kinderbetreuung die Eltern entlasten", erklärt Haubner.

Weitere Betrachtungspunkte der Kommission werden die steuerliche Behandlung der Familien sowie die neuen Arbeitszeitmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung sein. Die Kommission soll sich aus Familien-, Frauen- und Bildungsministerium, Ländern, Eltern- und Behindertenvertreter/innen, Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer sowie dem Städte- und Gemeindebund zusammensetzen.

"In spätestens einem halben Jahr erwarten wir den konkreten Umsetzungsplan. Wir werden dann die Kooperation auch auf finanzieller Ebene geklärt haben, weil wir vorher ja den Finanzierungsbedarf kennen müssen. Durch punktgenaue Lösungen kann das Thema der Kinderbetreuung endlich jener Regelung zugeführt werden, wie wir es im Regierungsprogramm auch vorgesehen haben", schließt Haubner. (Schluss) bxf

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