GPA: Proyer erwartet Einlenken der Bundesregierung bei Finanzierung von Kinderbetreuung

Ordentliche Entlohnung für die Beschäftigten gefordert

Wien (GPA). "Die Arbeitsbedingungen für Menschen in der Kinderbetreuung in Österreich sind derzeit alles andere als attraktiv." Mit diesen scharfen Worten kritisiert Karl Proyer (GPA) die jetzige Situation in Österreich.++++

Vom heute stattfindenden Kinderbetreuungsgipfel der Bundesregierung und Vertretern der Länder erwartet sich Proyer konkrete Finanzierungszusagen des Bundes und auch der Länder, damit vor allem die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich endlich verbessert werden können. Dies ist sowohl vor dem Hintergrund des enormen Stellenwerts von Kinderbetreuungseinrichtungen für berufstätige Frauen als auch in der Bedeutung dieser Einrichtung als "Vorschule" für die Kinder selbst, zu sehen.

Laut Proyer besteht im Kinderbetreuungsbereich ein schwer wiegendes Problem. Zum einen klafft ein riesiges Loch in der Finanzierung, welches bisher auch dafür verantwortlich war, dass viel zu wenig Kinderbetreuungsplätze angeboten wurden. Andererseits müssten sich auch die Arbeitsbedingungen der in diesem Bereich beschäftigten Menschen verbessern, damit diese Berufe an Attraktivität gewinnen. In diesem Zusammenhang verweist Proyer auf die derzeit stattfindenden BAGS (Berufsvereinigung von Arbeitnehmern für Gesundheits- und Sozialberufe) Kollektivertragsverhandlungen, bei denen noch kein Abschluss erzielt werden konnte.

Grundsätzlich attestiert Proyer den BAGS-KV-Verhandlungen, zusammen mit den Gewerkschaften HGPD (Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst) und HTV (Handel, Transport, Verkehr), ein positives Klima.

ÖGB, 13. Oktober 2003
Nr. 830

15. ÖGB-Bundeskongress:
"Menschen sind unsere Stärke. Arbeit in einem sozialen Europa."
14. bis 17. Oktober 2003, Austria Center Vienna
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