- 13.10.2003, 14:44:08
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GPA: Proyer erwartet Einlenken der Bundesregierung bei Finanzierung von Kinderbetreuung
Ordentliche Entlohnung für die Beschäftigten gefordert
Wien (GPA). "Die Arbeitsbedingungen für Menschen in der
Kinderbetreuung in Österreich sind derzeit alles andere als
attraktiv." Mit diesen scharfen Worten kritisiert Karl Proyer (GPA)
die jetzige Situation in Österreich.++++
Vom heute stattfindenden Kinderbetreuungsgipfel der
Bundesregierung und Vertretern der Länder erwartet sich Proyer
konkrete Finanzierungszusagen des Bundes und auch der Länder, damit
vor allem die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich endlich verbessert
werden können. Dies ist sowohl vor dem Hintergrund des enormen
Stellenwerts von Kinderbetreuungseinrichtungen für berufstätige
Frauen als auch in der Bedeutung dieser Einrichtung als "Vorschule"
für die Kinder selbst, zu sehen.
Laut Proyer besteht im Kinderbetreuungsbereich ein schwer
wiegendes Problem. Zum einen klafft ein riesiges Loch in der
Finanzierung, welches bisher auch dafür verantwortlich war, dass viel
zu wenig Kinderbetreuungsplätze angeboten wurden. Andererseits
müssten sich auch die Arbeitsbedingungen der in diesem Bereich
beschäftigten Menschen verbessern, damit diese Berufe an
Attraktivität gewinnen. In diesem Zusammenhang verweist Proyer auf
die derzeit stattfindenden BAGS (Berufsvereinigung von Arbeitnehmern
für Gesundheits- und Sozialberufe) Kollektivertragsverhandlungen, bei
denen noch kein Abschluss erzielt werden konnte.
Grundsätzlich attestiert Proyer den BAGS-KV-Verhandlungen,
zusammen mit den Gewerkschaften HGPD (Hotel, Gastgewerbe,
Persönlicher Dienst) und HTV (Handel, Transport, Verkehr), ein
positives Klima.
ÖGB, 13. Oktober 2003
Nr. 830
15. ÖGB-Bundeskongress:
"Menschen sind unsere Stärke. Arbeit in einem sozialen Europa."
14. bis 17. Oktober 2003, Austria Center Vienna
Mehr unter www.oegb.at
OTS0196 2003-10-13/14:44
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