SPÖ fordert mehr Kinderbetreuungsplätze

Für eine gesunde Bevölkerungsentwicklung müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden

Klagenfurt (SP-KTN) - Wieder einmal sprechen Zahlen für sich:
Trotz eines Geburtenrückganges verzeichnen die Kindergärten kaum Rückgänge, im Gegenteil, die Kindergartenquoten erreichte mit 81,6 Prozent (so viele der 3- bis5jährigen sind in Kinderbetreuungseinrichtungen untergebracht) einen neuen Höchstwert. "Und wo bleibt Kärnten? Kärnten ist natürlich wieder einmal das bundesweite Schlusslicht. Gerade einmal 70 Prozent erreicht unser Bundesland bei der Betreuungsquote", kritisiert Soziallandesrätin Gabriele Schaunig Kandut die Entwicklung und fordert den FP-Kindergartenreferenten Gerhard Dörfler auf, endlich mehr Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Zum Vergleich: Im Burgenland haben fast 98 % aller 3- bis 5jährigen die Chance in einer Betreuungseinrichtung aufgenommen, gefördert und betreut zu werden.

Selbst, FP-Familienministerin Ursula Haubner gibt zu, dass bundesweit fast 50.000 Betreuungsplätze fehlen! "Es ist an der Zeit, diese einzufordern. Und solange das nicht geklärt ist, sollte VP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer nicht unqualifizierte Äußerungen bezüglich Geburtensteigerung treffen", stellt Schaunig-Kandut und macht kein Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mit der Kärntnersituation und der Untätigkeit Dörflers. "Zuerst müssten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es jungen Eltern ermöglichen eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Dazu gehören in erster Linie ausreichend qualitativ hochwertige Betreuungsplätze, denn Kinderbetreuung ist nicht Aufbewahrung, sondern die Möglichkeit sozialen Lernens für unsere Kinder", sagt die Kärntner Soziallandesrätin und ergänzt: "Von der Schönrederei Dörflers kann sich aber niemand etwas kaufen und die Betreuungsplätze werden dadurch, weder mehr noch billiger. Frankreich und die Skandinavischen Länder zeigen, dass es bei einer guten und leistbaren Betreuungsqualität für die Familien kein Problem ist uneingeschränkt ja zu Kindern zu sagen", so die Kärntner Soziallandesrätin.

Hinzu kommt noch, dass laut einer Erhebung der Statistik Austria die Mehrheit der Eltern mit der derzeit angebotenen Kinderbetreuung unzufrieden ist. Es helfe nichts, wenn der blaue Kindergartenreferent von einem Überangebot spreche. Ein freier Platz in Spittal hilft einer Wolfsberger Familie nicht weiter, kritisiert die SPÖ. "In Kärnten haben wir noch dazu das Problem, dass sich viele Eltern eine Betreuung einfach nicht leisten können. In Klagenfurt kostet in einem Fall ein Ganztagsplatz 233 Euro! Das ist nicht nur für eine allein erziehende Mutter ein harter Brocken", fordert Schaunig nicht nur mehr, sondern auch für jedermann leistbare Betreuungsplätze. (Schluss)

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