• 13.10.2003, 12:59:16
  • /
  • OTS0150 OTW0150

Einkommenssituation der Frauen interessiert die Regierung nicht

Diese wird auch durch Wertedebatten einzelner MinisterInnen nicht besser

Wien (GPA). "Erschreckend stellen sich nach wie vor die
Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, vor allem
mittlerweile aber auch zwischen Frauen mit Kindern und Frauen ohne
Kinder, dar." Zu diesem Ergebnis gelangt die FSG-Frauenvorsitzende,
Ingrid Streibel-Zarfl. ++++

Streibel-Zarfl kritisiert in diesem Zusammenhang auch scharf die
derzeitige Bundesregierung. Es sei bemerkenswert, welche
inhaltsleeren Lippenbekenntnisse sich von der Frauenministerin in
diesem Zusammenhang Tag für Tag in den Medien wieder finden, so
Streibel-Zarfl weiter. Das Problem ist auch nicht mit der von
Ministerin Gehrer vom Zaun gebrochenen Wertedebatte zu lösen. Für
Streibel-Zarfl ist die Regierung gefordert, entsprechende
Rahmenbedingungen zu schaffen, wie Ganztagsbetreuungsplätze in
ausreichender Anzahl und die aktive Förderung von
Wiedereinstiegsmaßnahmen für Frauen. Diese beiden Maßnahmen sind zwei
grundlegende Werkzeuge, um die Einkommensunterschiede zwischen Frauen
und Männern zu verringern.

Bestätigt fühlt sich die FSG-Frauenvorsitzende durch eine kürzlich
veröffentlichte Studie des WIFO, in der die Einkommensunterschiede
zwischen Frauen mit Kindern gegenüber kinderlosen Frauen mit bis zu
76 Prozent beziffert werden.

Frauen verdienen immer noch um durchschnittlich 31 Prozent weniger
als ihre männlichen Kollegen. Zur Aufhebung der Einkommensdifferenz
sieht Streibel-Zarfl eine zentrale Rolle der Gewerkschaft in den
KV-Runden. Eine geschlechtergerechte KV-Politik müsse vor allem
konkrete frauenspezifische Maßnahmen zur Schließung der
Einkommensschere beinhalten. "Von zentraler Bedeutung ist in diesem
Zusammenhang die Forderung der GPA-Frauen nach einem ausgewogenem
Verhältnis von Frauen und Männern in KV-Verhandlungsteams, damit
Frauen ihre spezifische Betroffenheit und ihre konkreten Forderungen
direkt bei den Verhandlungen selbst vertreten können", so
Streibel-Zarfl abschließend.

FSG, 13. Oktober 2003
Nr. 074

OTS0150    2003-10-13/12:59

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel