Der Fuß: Neue Diagnostik und Therapie

39. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie von 9. bis 11. Oktober 2003 in Salzburg

Salzburg (OTS) - "Der Fuß" stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) von 9. bis 11. Oktober 2003 in Salzburg. Insgesamt besuchten 430 Ärzte aus zehn Nationen die Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch und zur begleitenden medizinischen Ausstellung.

Menschen klagen immer häufiger über Fußbeschwerden. Nach Unfällen gehören Fußoperationen nahezu schon zur Routinearbeit der Chirurgen. Univ. Prof. Dr. Nikolaus Schwarz, Präsident der ÖGU: "Der Fuß ist der unterste Teil des menschlichen Körpers und zur Fortbewegung der Wichtigste." Die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des Fußes ist deshalb in den letzten Jahren verstärkt in das Zentrum des ärztlichen Interesses gerückt. Wertvolle neue Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie wurden gewonnen.

Arthroskopie

"Die Arthroskopie eröffnet neue Dimensionen in der Fußchirurgie", ist Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Präsidiumsmitglied der ÖGU, von den Vorzügen der sogenannten "Knopflochchirurgie" überzeugt. Die Arthroskopie der Gelenke hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist nun auch zur Diagnose und Behandlung von Veränderungen der Fußgelenke geeignet. So wie an Knie- und Schultergelenk stellt die Arthroskopie der Sprunggelenke heute ein Routineverfahren dar, das an vielen Abteilungen und Krankenhäusern für Unfallchirurgie durchgeführt wird. Eine Reihe von schmerzhaften Veränderungen an den Gelenken, deren Ursachen bisher unbekannt waren, können nun behandelt werden.

Fersenbeinbruch

Eine besondere Herausforderung für Unfallchirurgen stellt ein Fersenbeinbruch dar. Trotz modernster Behandlungsmethoden ist eine vollständige Wiederherstellung nicht immer möglich. Die meist noch jungen Patienten leiden unter Umständen ihr ganzes Leben lang an den Folgen. Univ. Doz. Dr. Helmut Breitfuß, Generalsekretär der ÖGU:
"Neue Operationsmethoden haben aber die Ergebnisse nach Fersenbeinbrüchen deutlich verbessert". Die Für und Wider der derzeit angewandten Behandlungsmethoden der "offenen Einrichtung mit Verplattung" und der "Verschraubung ohne Bruchfreilegung" werden mit namhaften Experten aus dem Ausland diskutiert.

Zusammenarbeit mit Orthopädie

Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der künstlichen Gelenke werden in Workshops ebenso diskutiert wie neue Wege bei der Behandlung von Kinderunfällen und Knorpeltransplantationen. Intensiviert wurde auch die Zusammenarbeit zwischen der Orthopädie/Orthopädischen Chirurgie und der Unfallchirurgie. Ein Themenblock beschäftigt sich daher mit der Gelenkversteifung am Fuß. Derartige Operationen werden sowohl nach Unfällen als auch bei orthopädischen Leiden durchgeführt.

Forum für Unfallchirurgen

Die Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie bildet für ihre 1.100 Mitglieder ein wissenschaftliches und standespolitisches Forum. Neben der Veranstaltung von Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen für Ausbildungsärzte, kümmert sie sich um Fragen der Spitalspolitik, des Rettungs- und Notfallwesens sowie um den wissenschaftlichen Fortschritt. Prim Dr. Walter Buchinger, der designierte Präsident der ÖGU: "Die österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie ist der Garant für die Spitzenstellung der österreichischen Unfallchirurgie in der Welt."

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