• 13.10.2003, 10:32:50
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Der Fuß: Neue Diagnostik und Therapie

39. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie von 9. bis 11. Oktober 2003 in Salzburg

Salzburg (OTS) - "Der Fuß" stand im Mittelpunkt der diesjährigen
Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie
(ÖGU) von 9. bis 11. Oktober 2003 in Salzburg. Insgesamt besuchten
430 Ärzte aus zehn Nationen die Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch
und zur begleitenden medizinischen Ausstellung.

Menschen klagen immer häufiger über Fußbeschwerden. Nach Unfällen
gehören Fußoperationen nahezu schon zur Routinearbeit der Chirurgen.
Univ. Prof. Dr. Nikolaus Schwarz, Präsident der ÖGU: "Der Fuß ist der
unterste Teil des menschlichen Körpers und zur Fortbewegung der
Wichtigste." Die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des
Fußes ist deshalb in den letzten Jahren verstärkt in das Zentrum des
ärztlichen Interesses gerückt. Wertvolle neue Erkenntnisse in
Diagnostik und Therapie wurden gewonnen.

Arthroskopie

"Die Arthroskopie eröffnet neue Dimensionen in der Fußchirurgie",
ist Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Präsidiumsmitglied der ÖGU, von den
Vorzügen der sogenannten "Knopflochchirurgie" überzeugt. Die
Arthroskopie der Gelenke hat sich in den letzten Jahren stark
weiterentwickelt und ist nun auch zur Diagnose und Behandlung von
Veränderungen der Fußgelenke geeignet. So wie an Knie- und
Schultergelenk stellt die Arthroskopie der Sprunggelenke heute ein
Routineverfahren dar, das an vielen Abteilungen und Krankenhäusern
für Unfallchirurgie durchgeführt wird. Eine Reihe von schmerzhaften
Veränderungen an den Gelenken, deren Ursachen bisher unbekannt waren,
können nun behandelt werden.

Fersenbeinbruch

Eine besondere Herausforderung für Unfallchirurgen stellt ein
Fersenbeinbruch dar. Trotz modernster Behandlungsmethoden ist eine
vollständige Wiederherstellung nicht immer möglich. Die meist noch
jungen Patienten leiden unter Umständen ihr ganzes Leben lang an den
Folgen. Univ. Doz. Dr. Helmut Breitfuß, Generalsekretär der ÖGU:
"Neue Operationsmethoden haben aber die Ergebnisse nach
Fersenbeinbrüchen deutlich verbessert". Die Für und Wider der derzeit
angewandten Behandlungsmethoden der "offenen Einrichtung mit
Verplattung" und der "Verschraubung ohne Bruchfreilegung" werden mit
namhaften Experten aus dem Ausland diskutiert.

Zusammenarbeit mit Orthopädie

Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der künstlichen Gelenke werden
in Workshops ebenso diskutiert wie neue Wege bei der Behandlung von
Kinderunfällen und Knorpeltransplantationen. Intensiviert wurde auch
die Zusammenarbeit zwischen der Orthopädie/Orthopädischen Chirurgie
und der Unfallchirurgie. Ein Themenblock beschäftigt sich daher mit
der Gelenkversteifung am Fuß. Derartige Operationen werden sowohl
nach Unfällen als auch bei orthopädischen Leiden durchgeführt.

Forum für Unfallchirurgen

Die Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie bildet für
ihre 1.100 Mitglieder ein wissenschaftliches und standespolitisches
Forum. Neben der Veranstaltung von Kongressen und
Fortbildungsveranstaltungen für Ausbildungsärzte, kümmert sie sich um
Fragen der Spitalspolitik, des Rettungs- und Notfallwesens sowie um
den wissenschaftlichen Fortschritt. Prim Dr. Walter Buchinger, der
designierte Präsident der ÖGU: "Die österreichische Gesellschaft für
Unfallchirurgie ist der Garant für die Spitzenstellung der
österreichischen Unfallchirurgie in der Welt."

OTS0063    2003-10-13/10:32

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