- 13.10.2003, 08:27:09
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Tagung der Vereinigung kontaktlinsenanpassender Augenärzte
Wien (OTS) - Am 11. Oktober 2003 fand in Salzburg das 8.
Herbstsymposium der Vereinigung kontaktlinsenanpassender Augenärzte
Österreichs statt. Vor ca. 80 Augenärzten aus Österreich und dem
benachbarten Ausland referierten Experten über neue Entwicklungen und
Probleme "rund um die Kontaktlinse". Frau Dr. Horwath-Winter von der
Grazer Univ. Augenklinik berichtete über neue Forschungsergebnisse
und Therapiemodelle zum Problemkreis "Trockenes Auge". Ein intakter
Tränenfilm ist für den Kontaktlinsenträger unerlässlich. Störungen
können zu schweren Hornhautschäden führen. Der deutsche
Sportophthalmologe Dr. Schnell legte in einem ausführlichen Referat
die Wichtigkeit der augenärztlichen Betreuung von Leistungssportlern
- speziell, wenn diese Kontaktlinsen tragen - dar. Zum Beispiel kommt
es bei Langläufern leistungsbedingt zu einer deutlichen Veränderung
der Zusammensetzung nicht nur des Blutes, sondern auch der
Tränenflüssigkeit; beim Tragen nicht speziell geeigneter
Kontaktlinsen kann es zu Hornhautödem und damit zu starker
Sehbeeinträchtigung kommen.
Schließlich brachte der Kontaktlinsenexperte Prof. Roth (Ulm und
Washington, D.C.) anschauliche Beispiele von schweren
Augenkomplikationen, die durch nicht exakt angepasste Kontaktlinsen
oder Handhabungsfehler verursacht worden sind. Es wurde auch über die
in letzter Zeit wieder aufgetauchte Methode diskutiert, bei der durch
das nächtliche Tragen spezieller Hartlinsen Kurzsichtigkeit in
gewissem Grade vorübergehend reduziert werden kann. Dabei aufgezeigte
Probleme und Risken, die durch wissenschaftliche Untersuchungen
belegt sind, sind Grund für eine sehr vorsichtige Haltung der
Augenärzte zu diesem Thema. Der Slogan der "nächtlichen Sehschärfung"
wird von erfahrenen Augenärzten jedenfalls strikt abgelehnt. Im
Rahmen der Tagung fand auch ein sehr gut besuchtes
Fortbildungsseminar für augenärztliche Assistentinnen statt.
OTS0008 2003-10-13/08:27
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