• 11.10.2003, 16:37:30
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Grasser: Mindest-KöSt für Gründer wird abgeschafft

Finanzminister kommt Forderungen der Jungen Wirtschaft nach - konkrete Versprechen auf der Bundestagung in Graz Wien (OTS) - Überraschung am dritten Tag der heurigen Bundestagung der Jungen Wirtschaft in Graz: Im Rahmen des größten Jungunternehmertreffen Österreichs - veranstaltet von der überparteilichen Interessenvertretung der Jungunternehmer - sagte Finanzminister Karlheinz Grasser den Teilnehmern konkrete Entlastungen zu. Grasser war, wie auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und der steirische Finanz- und Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl, heute, Samstag, Diskussionpartner der Jungen Wirtschaft in der Grazer Stadthalle. Der wichtigste Punkt: Grasser versprach eine Abschaffung der Mindest-Körperschaftssteuer für Unternehmensgründer.

Finanzminister kommt Forderungen der Jungen
Wirtschaft nach - konkrete Versprechen auf der Bundestagung in Graz
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Laut allen Studien kommen Gründer in den ersten Jahren ihrer
Tätigkeit kaum zu Gewinnen. Grassers Versprechen: "Die Mindest-KöSt
gehört weg. Wer keinen Gewinn macht, soll auch keine Steuern dafür
zahlen". Der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft, Peter Lehner, hatte
die Forderung nach Abschaffung der Mindest-KöSt in der Diskussion an
Grasser gestellt und kritisiert, dass "ein Gründer in Österreich für
seine Leistung keinen Dankesbrief vom Finanzminister bekommt, sondern
als Erstes einmal eine Steuervorschreibung".

Zur Forderung der Jungen Wirtschaft, die Freibeträge zur
Erbschafts- und Schenkungsteuer bei Betriebsübergaben innerhalb der
Familie auf eine Million Euro anzuheben, versprach Grasser noch mehr,
nämlich eine völlige Neugestaltung. Demnach wird es künftig bei
Betriebsübergaben keine Erbschafts- und Schenkungssteuer mehr geben.
Die Kritik der Jungunternehmer an der zu hohen Steuerlast in
Österreich stößt auf Verständnis beim steirischen Finanz- und
Wirtschaftslandesrat. Herbert Paierl tritt für "Steuern runter" ein:
"Die Steuer- und Abgabenquote muss rasch sinken, für ein
unternehmerfreundliches Österreich".

Von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein forderte Lehner, dass
die Regierung eine breitangelegten Kampagne zur Förderung des
Unternehmergeists in Österreich mitfinanziert: Nach den Plänen der
Jungen Wirtschaft soll ein Drittel der Kampagnenkosten von der
Wirtschaftskammer, ein Drittel vom Bund und ein Drittel von privaten
Sponsoren finanziert werden. Für die Beteiligung durch den Bund gab
es von Minister Bartenstein auch eine spontane Zusage. Die Motivation
für die Kampagne, so Lehner: "Österreich muss vom Beamtenland zum
Untermehmerland werden." Barteinstein zeigte sich offen für die
Forderung. Auch er meinte, dass "junge Menschen motiviert werden
müssen, Unternehmer zu werden und nicht Beamte".

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