Greenpeace: TIWAG operiert mit falschen Atomstrom-Zahlen

Tirol ist trauriger Spitzenreiter mit Atomstrom in Österreich

Wien/Innsbruck (OTS) - Greenpeace kritisiert die Aussagen von TIWAG-Vorstand Herbert Hönlinger, wonach die TIWAG angeblich nur 8,46 Prozent Atomstromanteil hätte. Die TIWAG erzeugt nur einen kleinen Anteil ihres Stroms selbst. Der Großteil wird billig am europäischen Strommarkt zugekauft. Hochgerechnet ergibt der Atomstrom-Anteil der TIWAG 27 Prozent. Somit ist die TIWAG in Tirol der Spitzenreiter in Österreich im Verkauf von Atomstrom.

Besonders wichtig ist für die TIWAG das Strom-Austauschgeschäft mit Süddeutschland. Und dort besteht mehr als die Hälfte des verfügbaren Gesamtstroms aus Atomstrom. Und auch dieser Import-Strom wird z.B. von der TIWAG dazu verwendet, um in Tirol Wasser hoch zu pumpen, um die eigenen Speicherkraftwerke zu füllen. Sehr oft handelt es sich genau dabei um Nachtstrom, der hauptsächlich aus Atomkraftwerken stammt. "Wenn die TIWAG sich Sorgen wegen ihres Atomstromanteils macht, soll sie auf die Geschäfte am internationalen Strommarkt verzichten oder sauberen Strom einkaufen", fordert Grenpeace-Energie-Experte Jurrien Westerhof den TIWAG-Vorstand auf, endlich Farbe zu bekennen und sauberen Strom zu verkaufen.

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MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel. 0676-5147246
DI Jurrien Westerhof, Energie-Experte Greenpeace, tel. 0664-6126701

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