- 10.10.2003, 09:12:59
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Leopold Museum zeigt Schiele-Sonderausstellung auf der Kunst-Messe München

Wien (OTS) - Das Leopold Museum stellt für die 48. Kunst-Messe
München, die vom 11. bis 19. Oktober 2003 in der Halle A6 der Neuen
Messe München - Riem stattfindet, einige signifikante Werke des
Österreichischen Expressionisten Egon Schiele für eine
Sonderausstellung unter dem Titel: "Egon Schiele: Der Akt" zur
Verfügung. Rudolf Leopold, international anerkannter Schiele -
Experte, Sammler, Stifter und Museumsdirektor wählte bedeutende
Kunstwerke für die Sonderschau der Kunst-Messe München aus. In dieser
komprimierten Präsentation wird deutlich, welche herausragende
künstlerische Entwicklung die Darstellung des Akts in Schieles kurzer
Schaffenszeit genommen hat. Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen und
Aquarelle, darunter "Sitzender Männerakt" aus dem Jahr 1910 sowie
"Hockendes Frauenpaar" aus dem Jahr 1918.
Rudolf Leopold erkannte bereits in den 50er Jahren die Bedeutung
Egon Schieles für die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1955
stellte Leopold für eine Ausstellung moderner österreichischer Kunst
im Stedelijk Museum in Amsterdam und in Eindhoven eine von den
damaligen Gepflogenheiten abweichende Auswahl der Werke Schieles
zusammen, die diesem Künstler den ersten großen internationalen
Erfolg brachte. Schulze-Vellinghausen schrieb damals in der FAZ, dass
der bis dahin unbekannte Schiele mit einem Schlag in die erste Reihe
der europäischen Künstler rücke. Dies wurde dann auch in den USA
wahrgenommen. Das Museum of Modern Art in New York erwarb nach der
Ausstellung in den Niederlanden erstmals Aquarelle von Egon Schiele.
Rudolf Leopold ließ dieser Ausstellung Projekte in Europa und den
USA folgen und publizierte eine große Monographie, die für die
Schieleforschung eine unverzichtbare wissenschaftliche Grundlage
darstellt. Die letzten Ausstellungen veranstaltete Rudolf Leopold
bereits im Namen der 1994 gegründeten "Leopold Museum
Privatstiftung", in die er selbst den größten Teil der Kunstwerke als
Stifter eingebracht hatte. Der Schwerpunkt der 5270 Arbeiten
umfassenden Sammlung Leopold ist die österreichische Malerei der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Hauptwerken von Egon Schiele,
Gustav Klimt, Richard Gerstl, Alfred Kubin, Albin Egger-Lienz,
Koloman Moser, Oskar Kokoschka, Anton Faistauer, Anton Kolig, Herbert
Boeckl und Wilhelm Thöny. Diese Sammlung enthält ferner wesentliche
Werke aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie zahlreiche Objekte
außereuropäischer Kunst.
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