• 09.10.2003, 13:27:43
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Brosz: FPÖ betreibt weiterhin LehrerInnen-Bashing

Grüne lehnen Strafaktionen statt pädagogisch sinnvoller Reformen ab

Wien (OTS) "LehrerInnen-Bashing ist offenbar nach wie vor der
Lieblingssport der Freiheitlichen", so kommentiert der
Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz, die heutigen Vorschläge
der FP-Bildungssprecherin Mares Rossmann zur Erhöhung der
LehrerInnenarbeitszeit. Rossmann verkaufte dabei gehorsam einen
Vorschlag des Kärntner Landeshauptmanns Haider als eigene Idee.
"Die FPÖ missversteht die Grundzüge des LehrerInnendienstrechts. Die
reine Unterrichtszeit ist nur ein Teil der Arbeit. Vorbereitungen und
Korrekturen nehmen gerade bei VolksschullehrerInnen, die alle
Gegenstände unterrichten, viel Zeit in Anspruch. Änderungen wären nur
gerechtfertigt, wenn die Schulorganisation umgekrempelt wird, z. B.
durch den Verzicht auf Hausaufgaben in Ganztagsschulen," so Brosz
weiter. "Ein solches Modell kann aber nur funktionieren, wenn
Ganztagsschulen als pädagogisches Konzept für alle SchülerInnen und
nicht als Betreuungsangebot am Nachmittag verstanden wird. Gerade für
SchulanfängerInnen ist der gegenwärtige Vormittagsunterricht ohne
Erholungsphasen ungeeignet. Davon will Rossmann aber nichts hören.
Unisono mit der ÖVP verschließt sie bei pädagogisch sinnvollen
Reformvorschlägen fest die Ohren", kritisiert Brosz.
"Kein Wunder, dass Rossmann sich die Zustimmung der freiheitlichen
LehrerInnen im Rahmen eines Arbeitskreises holen konnte. Mehr als
eine Handvoll LehrerInnen in ganz Österreich kann diesen Vorschlägen
mit Sicherheit nicht zustimmen," so Brosz abschließend

OTS0154    2003-10-09/13:27

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