Walch: ÖGB läßt mit unsozialem Pensionsmodell Katze aus dem Sack

ÖGB-Modell bedeutet Pensionskürzungen von 30 bis 50 Prozent

Wien, 2003-10-09 (fpd) - "Erst wird von der SPÖ-dominierten Gewerkschaft die Pensionsreform massiv kritisiert und nun stellt sie ein Modell vor, das tatsächlich wesentliche Verschlechterungen bringen soll", erklärte heute der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann und Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) OÖ Abg. Max Walch. "Im ÖGB-Modell gibt es keinerlei Regelungen für Schwerarbeiter. Demnach müßten beispielsweise Bauarbeiter gleich behandelt werden wie Büroangestellte. Hier hat der ÖGB das mit der Harmonisierung anscheinend mißverstanden." ****

"Der eigentlich gar nicht witzige Vorschlag der Gewerkschaft würde Pensionseinbußen von 30 bis 50 Prozent bedeuten", so Walch. Das Abschlagssystem scheine dem heuer beschlossenen zwar sehr ähnlich, der Teufel stecke aber im Detail. "Wenn jemand in einem Alter von 60 Jahren in Invaliditätspension geht, so würde er Abschläge von ungefähr 20 Prozent in Kauf nehmen müssen. Das ist das doppelte vom Beschlossenen. Denn wir Freiheitlichen haben eine Deckelung von 10 Prozent durchgesetzt."

Auch bei einem Frühpensionsantritt von 61,5 Jahren sei der nunmehrige Vorschlag eine Verschlechterung gegenüber dem heuer durchgesetzten. "Bei 61,5 Jahren zählt bei der Pensionsreform die 10-Prozent-Deckelung. Nach den Vorstellungen der Gewerkschaft würde aber auch hier ein Abschlag von stolzen 14 Prozent zum Schlagen kommen."

Vor allem aber treffe wirklich jeden die vom ÖGB vorgeschlagene lebenslange Durchrechnung. "Durch die FPÖ hat die Anhebung nun gestaffelt vor sich zugehen und die Durchrechnung wird bis 2028 auf maximal 40 Jahre angehoben. Das ÖGB-Modell sieht sie aber lebenslang vor", kritisierte der FPÖ-Vizechef.

"Besonders schlimm finde ich, daß eine Arbeitnehmervertretung sich für körperlich schwer arbeitende Menschen anscheinend überhaupt nicht einsetzen will. Ich habe gemeinsam mit Herbert Haupt und Sigisbert Dolinschek eine Schwerarbeiterreglung durchgesetzt, bei der Arbeitnehmer wie beispielsweise Bauarbeiter schon ab dem 60. Lebensjahr in Pension gehen können. Dabei ist ein Abschlag von höchstens 10 Prozent in Kauf zu nehmen. Bei dem Gewerkschaftsvorschlag aber gibt es ein Regelpensionsalter von 65 Jahren für alle", ging der freiheitliche Arbeitnehmer mit dem "größten geplanten Raubrittertum der österreichischen Geschichte" hart ins Gericht.

Manche SPÖ-Stimmen hätten sogar die Erhöhung des Regelpensionsalters auf 67 Jahre gefordert. "Die SPÖ-Betriebsräte sind die größten Abzocker der zweiten Republik. Wenn man sich vorstellt, daß die SPÖ Regierungsverantwortung hätte, dann würde es keine Hacklerregelung, keine Altersteilzeit und keine Schwerarbeiterreglung geben", schloß Walch. (Schluß)

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