• 09.10.2003, 12:24:41
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Walch: ÖGB läßt mit unsozialem Pensionsmodell Katze aus dem Sack

ÖGB-Modell bedeutet Pensionskürzungen von 30 bis 50 Prozent

Wien, 2003-10-09 (fpd) - "Erst wird von der SPÖ-dominierten
Gewerkschaft die Pensionsreform massiv kritisiert und nun stellt sie
ein Modell vor, das tatsächlich wesentliche Verschlechterungen
bringen soll", erklärte heute der stellvertretende
FPÖ-Bundesparteiobmann und Landesobmann der Freiheitlichen
Arbeitnehmer (FA) OÖ Abg. Max Walch. "Im ÖGB-Modell gibt es keinerlei
Regelungen für Schwerarbeiter. Demnach müßten beispielsweise
Bauarbeiter gleich behandelt werden wie Büroangestellte. Hier hat der
ÖGB das mit der Harmonisierung anscheinend mißverstanden." ****

"Der eigentlich gar nicht witzige Vorschlag der Gewerkschaft würde
Pensionseinbußen von 30 bis 50 Prozent bedeuten", so Walch. Das
Abschlagssystem scheine dem heuer beschlossenen zwar sehr ähnlich,
der Teufel stecke aber im Detail. "Wenn jemand in einem Alter von 60
Jahren in Invaliditätspension geht, so würde er Abschläge von
ungefähr 20 Prozent in Kauf nehmen müssen. Das ist das doppelte vom
Beschlossenen. Denn wir Freiheitlichen haben eine Deckelung von 10
Prozent durchgesetzt."

Auch bei einem Frühpensionsantritt von 61,5 Jahren sei der nunmehrige
Vorschlag eine Verschlechterung gegenüber dem heuer durchgesetzten.
"Bei 61,5 Jahren zählt bei der Pensionsreform die
10-Prozent-Deckelung. Nach den Vorstellungen der Gewerkschaft würde
aber auch hier ein Abschlag von stolzen 14 Prozent zum Schlagen
kommen."

Vor allem aber treffe wirklich jeden die vom ÖGB vorgeschlagene
lebenslange Durchrechnung. "Durch die FPÖ hat die Anhebung nun
gestaffelt vor sich zugehen und die Durchrechnung wird bis 2028 auf
maximal 40 Jahre angehoben. Das ÖGB-Modell sieht sie aber lebenslang
vor", kritisierte der FPÖ-Vizechef.

"Besonders schlimm finde ich, daß eine Arbeitnehmervertretung sich
für körperlich schwer arbeitende Menschen anscheinend überhaupt nicht
einsetzen will. Ich habe gemeinsam mit Herbert Haupt und Sigisbert
Dolinschek eine Schwerarbeiterreglung durchgesetzt, bei der
Arbeitnehmer wie beispielsweise Bauarbeiter schon ab dem 60.
Lebensjahr in Pension gehen können. Dabei ist ein Abschlag von
höchstens 10 Prozent in Kauf zu nehmen. Bei dem
Gewerkschaftsvorschlag aber gibt es ein Regelpensionsalter von 65
Jahren für alle", ging der freiheitliche Arbeitnehmer mit dem
"größten geplanten Raubrittertum der österreichischen Geschichte"
hart ins Gericht.

Manche SPÖ-Stimmen hätten sogar die Erhöhung des Regelpensionsalters
auf 67 Jahre gefordert. "Die SPÖ-Betriebsräte sind die größten
Abzocker der zweiten Republik. Wenn man sich vorstellt, daß die SPÖ
Regierungsverantwortung hätte, dann würde es keine Hacklerregelung,
keine Altersteilzeit und keine Schwerarbeiterreglung geben", schloß
Walch. (Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat
Tel.: (01) 40 110 /5491

OTS0132    2003-10-09/12:24

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