Strafanzeige gegen Penaten-Hersteller Johnson & Johnson

Greenpeace übermittelt Sachverhaltsdarstellung wegen Verdacht auf Körperverletzung

Wien (OTS) - Wien/Hallein - Greenpeace erstattete heute bei der Staatsanwaltschaft Salzburg Strafanzeige gegen die verantwortlichen Personen des Penaten-Herstellers Johnson & Johnson Ges.m.b.H. mit Sitz in Hallein wegen des Verdachts auf Körperverletzung (Paragraph 88 StGB) und der fahrlässigen Gemeingefährdung (§ 177 StGB). Der Kosmetikriese weigert sich bekanntlich, den bekannten Risiko-Stoff MDGN aus der "Penaten Babypflegecreme für Gesicht und Körper" zu verbannen. Greenpeace hat deshalb heute eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Salzburg übermittelt und diese aufgefordert, ein strafrechtliches Verfahren gegen Johnson & Johnson zu prüfen. Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster: "Seit über 10 Jahren ist wissenschaftlich erwiesen, dass MDGN stark allergisierend wirkt. MDGN gilt als der Konservierungsstoff, der am häufigsten Kontaktdermatitis auslöst. Darüber ist der Penaten-Hersteller Johnson & Johnson nachweislich informiert, setzt den bedenklichen Wirkstoff aber weiterhin bewusst als Konservierungsmittel in der Baby-Creme ein."

Über Monate hinweg hat Greenpeace den Kontakt zu Kosmetikherstellern gesucht, um konkrete Pläne zum Ausstieg aus der eingesetzten Risiko-Chemie zu entwickeln. Im Fall von Johnson & Johnson leider ohne Erfolg. Nicht einmal als Vertreter der Umweltorganisation versuchten, am 30. September in der Firmenzentrale im salzburgischen Hallein 2.000 Protestpostkarten besorgter Konsumenten zu übergeben, war die Firmenleitung zu sprechen. "Für ein Unternehmen, das von sich behauptet "The company that cares" zu sein, ist so ein Verhalten mehr als inakzeptabel und entlarvend", unterstrich Schuster, "bei uns sind bereits gut 5600 Protestpostkarten eingegangen. Die Konsumenten sind über die sture Linie von Johnson & Johnson Generaldirektor Pattermann empört, Supermärkte und Drogerieketten listen Penaten Babypflegecreme aus. Den Schutz der Gesundheit und die Sorgen der Menschen zu ignorieren ist eine mehr als eigentümliche Geschäftsstrategie. Wir werden Pattermann nicht aus seiner Pflicht entlassen."

Rückfragen & Kontakt:

DI Herwig Schuster, Greenpeace, 01 5454580-41 oder 0664-4319214

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