• 09.10.2003, 11:27:04
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Junge Industrie anlässlich des ÖAAB-Bundestages: Nicht auf Harmonisierung der Pensionssysteme vergessen!

JI-Ohneberg: "Oberstes Ziel bleibt die Verringerung der Unterschiede zwischen öffentlich und privat Bediensteten bis zur völligen Vereinheitlichung"

Wien (OTS) - Im Vorfeld der am Wochenende stattfindenden
Hauptversammlung des Österreichischen Arbeiter- und
Angestelltenbundes (ÖAAB) erinnert die Junge Industrie (JI) daran,
dass die Harmonisierung der Pensionssysteme für Herbst dieses Jahres
zugesagt war. "Wir kennen den ÖAAB als eine Organisation, die sich im
spannenden Dreieck Erwerbsarbeit, Zivilgesellschaft und Politik
bewegt und die im Stande ist, kreative Ideen einzubringen und ein
konstruktiver Partner zu sein", so Martin Ohneberg, Vorsitzender der
Jungen Industrie. Ohneberg weiter: "Wir wissen auch, dass der ÖAAB
maßgeblichen Einfluss auf die Politik der weitaus größeren
Regierungspartei hat und appellieren deshalb: Machen Sie keinen
Rückschritt auf dem Weg der Sicherung des Pensionssystems: weder im
Tempo noch in den Inhalten!"

Das Ziel bleibe nicht nur eine Harmonisierung im Sinne einer
Annäherung, sondern eine völlige Vereinheitlichung der
Pensionssysteme. Ohneberg: "Das oberste Ziel bleibt die Verringerung
der Unterschiede zwischen öffentlich und privat Bediensteten bis zur
völligen Vereinheitlichung. Nur so kann langfristig Gerechtigkeit
geschaffen werden." Auch der ÖGB habe ja schon auf die Umsetzung des
zugesagten Zeitplanes gedrängt. Martin Ohneberg: "Wir wünschen uns,
dass eine neue Führung des Arbeiter- und Angestelltenbundes sich
kräftig für diese Verringerung der Unterschiede einsetzt - im Sinne
des Gemeinwohls und im Interesse der gesamten Gesellschaft, der
Arbeitnehmer und der Unternehmen. Bei diesem Anliegen werden wir auch
immer ein verlässlicher Partner sein".

Die Junge Industrie bringe auf allen Ebenen ihr Konzept für eine
langfristige Sicherung des Pensionssystems ein: Die Idee des
Dreisäulenmodells sei gut. Die Menschen müssten aber, so Ohneberg,
durch Entlastungen im staatlichen System die Möglichkeit bekommen,
die dritte Säule überhaupt zun nützen. Konkret geht es der Jungen
Industrie um eine schrittweise Verringerung des Prozentsatzes, der
verpflichtend im Rahmen des Sozialversicherungsbeitrags in das
Umlagesystem eingezahlt wird. Das würde das Volumen, das für die
dritte Säule zur Verfügung steht, erhöhen. Zur Finanzierung dieser
Maßnahme müssten "endlich" sowohl das Sozial- als auch das
Pensionsversicherungssystem vereinheitlicht werden. Hier ruhe enormes
Einsparungspotential, so Ohneberg. Weiters seien "rigorose
Rationalisierungsschritte" in den Strukturen der Pensions- und
Sozialversicherungsanstalten zu ergreifen und auch derzeitige
Pensionisten müssten "sozial verträglich" einen Beitrag leisten.

OTS0094    2003-10-09/11:27

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