Junge Industrie anlässlich des ÖAAB-Bundestages: Nicht auf Harmonisierung der Pensionssysteme vergessen!

JI-Ohneberg: "Oberstes Ziel bleibt die Verringerung der Unterschiede zwischen öffentlich und privat Bediensteten bis zur völligen Vereinheitlichung"

Wien (OTS) - Im Vorfeld der am Wochenende stattfindenden Hauptversammlung des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes (ÖAAB) erinnert die Junge Industrie (JI) daran, dass die Harmonisierung der Pensionssysteme für Herbst dieses Jahres zugesagt war. "Wir kennen den ÖAAB als eine Organisation, die sich im spannenden Dreieck Erwerbsarbeit, Zivilgesellschaft und Politik bewegt und die im Stande ist, kreative Ideen einzubringen und ein konstruktiver Partner zu sein", so Martin Ohneberg, Vorsitzender der Jungen Industrie. Ohneberg weiter: "Wir wissen auch, dass der ÖAAB maßgeblichen Einfluss auf die Politik der weitaus größeren Regierungspartei hat und appellieren deshalb: Machen Sie keinen Rückschritt auf dem Weg der Sicherung des Pensionssystems: weder im Tempo noch in den Inhalten!"

Das Ziel bleibe nicht nur eine Harmonisierung im Sinne einer Annäherung, sondern eine völlige Vereinheitlichung der Pensionssysteme. Ohneberg: "Das oberste Ziel bleibt die Verringerung der Unterschiede zwischen öffentlich und privat Bediensteten bis zur völligen Vereinheitlichung. Nur so kann langfristig Gerechtigkeit geschaffen werden." Auch der ÖGB habe ja schon auf die Umsetzung des zugesagten Zeitplanes gedrängt. Martin Ohneberg: "Wir wünschen uns, dass eine neue Führung des Arbeiter- und Angestelltenbundes sich kräftig für diese Verringerung der Unterschiede einsetzt - im Sinne des Gemeinwohls und im Interesse der gesamten Gesellschaft, der Arbeitnehmer und der Unternehmen. Bei diesem Anliegen werden wir auch immer ein verlässlicher Partner sein".

Die Junge Industrie bringe auf allen Ebenen ihr Konzept für eine langfristige Sicherung des Pensionssystems ein: Die Idee des Dreisäulenmodells sei gut. Die Menschen müssten aber, so Ohneberg, durch Entlastungen im staatlichen System die Möglichkeit bekommen, die dritte Säule überhaupt zun nützen. Konkret geht es der Jungen Industrie um eine schrittweise Verringerung des Prozentsatzes, der verpflichtend im Rahmen des Sozialversicherungsbeitrags in das Umlagesystem eingezahlt wird. Das würde das Volumen, das für die dritte Säule zur Verfügung steht, erhöhen. Zur Finanzierung dieser Maßnahme müssten "endlich" sowohl das Sozial- als auch das Pensionsversicherungssystem vereinheitlicht werden. Hier ruhe enormes Einsparungspotential, so Ohneberg. Weiters seien "rigorose Rationalisierungsschritte" in den Strukturen der Pensions- und Sozialversicherungsanstalten zu ergreifen und auch derzeitige Pensionisten müssten "sozial verträglich" einen Beitrag leisten.

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