• 08.10.2003, 15:16:00
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Volksbank Investmentbank AG: Aktien freundlich bei nur schwachem Aufwärtstrend der Zinsen

Abwärtstrend des Dollars setzt sich verlangsamt fort

Wien (OTS) - Die VB Investmentbank hat ihre neue Quartalsprognosen
veröffentlicht. Angesichts der schleppenden Konjunktur und der
strukturell hohen Nachfrage für festverzinsliche Wertpapiere mussten
die Erwartungen für die Zinsen in allen betrachteten Währungsräumen
erneut leicht nach unten revidiert werden, wobei sich nach Ansicht
der VBIB-Experten allmählich eine Trendwende abzeichnet. Auf dem
Aktienmarkt, der der Konjunktur um einige Monate vorausläuft, hat
sich diese Wende bereits vollzogen. Auch in der begonnenen
Berichtssaison sollten die positiven Unternehmensdaten überwiegen.

Daten deuten auf moderate Konjunkturbelebung im Herbst

Es zeichnet sich ab, dass die US-Wirtschaft nun die
Schrittmacherrolle des allmählich einsetzenden Aufschwungs der
Weltwirtschaft übernimmt. Die in den USA verfolgte expansive Geld-
und Fiskalpolitik verfehlte ihre Wirkung nicht, auch wenn ein
kräftiger Aufschwung nicht zu erwarten ist. In den Euroländern ist
wegen des engen fiskalpolitischen Rahmens und der strukturellen
Rigiditäten kein großer Wachstumssprung zu erwarten. Wegen der
Höherbewertung des Euro werden auch von der Außenwirtschaft nur
schwach stimulierende Effekte ausgehen. Die Preisentwicklung dürfte
sowohl in den USA als auch in der Eurozone weiterhin moderat
verlaufen. Die VBIB geht davon aus, dass die Inflationsraten auch
2004 eine fallende Tendenz aufweisen werden.

Anhaltend niedrige Geldmarktzinsen und Anleiherenditen

Aufgrund der aktuellen weltweiten konjunkturellen Entwicklung
gehen die VBIB Analysten davon aus, dass sowohl in den USA als auch
in der Eurozone die Zinssenkungszyklen zu Ende sind und die aktuellen
Leitzinsniveaus für längere Zeit beibehalten werden. Die
Geldmarktzinsen sollten also vorerst stabil niedrig bleiben und erst
2004 wieder langsam steigen.

Das gegenwärtig niedrige Zinsniveau an den Rentenmärkten sollte
ebenfalls noch einige Zeit Bestand haben. Die nur moderate Zunahme
des Wirtschaftswachstums und die weltweit tendenziell fallenden
Inflationsraten sollten die Anleiherenditen nur schwach steigen
lassen. Der europäische Markt dürfte sich dabei im Vergleich zu den
USA, wo ein steilerer Renditeanstieg zu erwarten ist, relativ günstig
entwickeln.

US-Dollar weiter im Abwärtstrend

An den Devisenmärkten rechnet die VBIB mit einer anhaltenden
Schwäche des US-Dollars. Ein Risikofaktor für den Dollar ist mehr
denn je die außenwirtschaftliche Position der USA, eine Währungskrise
mit einem rasant abwertenden Dollar schließen die Analysten aber aus.
Es zeichnet sich ab, das Japan eine zumindest leichte Aufwertung des
Yen zum Dollar akzeptiert. Für den Wechselkurs zum Euro erscheint
eine weitere Abwertung daher unwahrscheinlich, die VBIB Analysten
rechnen mit einer Stabilisierung auf gegenwärtigem Niveau.

Ergebnisse der Zins- und Währungsprognose vom 02.10.2003:

IST   3 Monate   6 Monate  12 Monate
 3 Monats Euribor                2,12  2,15       2,20       2,35
 3 Monats USD-Libor            1,15  1,15     1,20        1,70
 Euro-Benchmarkanleihe, 10 Jahre 4,10  4,10       4,20       4,30
 US-T-Bond, 10 Jahre             4,01  4,00       4,20       4,50
 USD/EUR                         1,17  1,18       1,19       1,22
 JPY/EUR                       129,6    130       130        128
 CHF/EUR                         1,54   1,56      1,58       1,58

Aktienmärkte: Freundlich, aber keine echte Jahresendrallye

Nach den deutlichen Anstiegen im zweiten Quartal fiel der
Kurszuwachs an den internationalen Aktienmärkten im dritten Quartal
geringer aus. Die Prognosen der VBIB aus der letzten Quartalsprognose
Anfang Juli haben sich für Ende Septembe bestätigt. Mit guten
US-Wirtschaftsdaten und gestiegenen Hoffnungen auf eine weitere
Beschleunigung des Wirtschaftswachstums konnten die meisten
Aktienindizes bis Mitte September auf neue Jahreshöchststände
zulegen. Auch gute Quartalsergebnisse vor allem von US-Unternehmen
wirkten sich im zweiten Quartal positiv auf die Aktienmärkte aus.
Seither blieben die Wirtschaftsdaten jedoch mehrheitlich unter den
Markterwartungen, was den Konjunkturoptimismus wieder dämpfte und die
Aktienkurse auf Talfahrt schickte. Auch die Entscheidung der OPEC,
die tägliche Ölfördermenge ab November zu drosseln, um damit einen
Ölpreisverfall mit steigender irakischer Produktion zu verhindern,
hat die Aktienkurse im September belastet, weil damit höhere
Energiekosten im Raum stehen, die den Wirtschaftsaufschwung bremsen
könnten. In der Eurozone wirkte sich im September zusätzlich ein
stärkerer Euro im Verhältnis zum US-Dollar negativ auf die
Aktienkurse aus.

Ergebnisse der Indexprognose vom 02.10.2003:

DJ Ind.-Prognose
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               9655        9850      10000     10300
 Performance (%)                2,0       3,6       6,7

 DAX
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               3377        3550      3700      3800
 Performance (%)                5,1       9,6       12,5

 Nikkei 225 - Prognose
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               10542       11100     11500     11900
 Performance (%)                5,3       9,1       12,9

 SMI - Prognose
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               5137        5350      5500      5600
 Performance (%)                4,2       7,1       9,0

 EuroStoxx 50 - Prognose
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               2481        2620      2730      2820
 Performance (%)                5,6       10,0      13,7

 ATX - Prognose
                    8.10.2003   Dez.03    Mär.04    Sept.04
 Wert               1365        1400      1430      1460
 Performance (%)                2,6       4,8       7,0

Die Anzahl an Ertragswarnungen hat sich in den letzten Wochen in
Grenzen gehalten. Somit sollte nach Ansicht der VBIB Analysten in der
Ertragsberichtssaison, die kürzlich begonnen hat, keine bedeutende
Zahl von Unternehmen Ergebnisse unter den Markterwartungen
präsentieren. Neben den eigentlichen Quartalsergebnissen werde vor
allem der Ausblick der Unternehmensvertreter die Richtung der Märkte
bestimmen.

Risiken für die Aktienmärkte sieht die VBIB in einem weiteren
Ölpreisanstieg, einem Wachstumseinbruch der Konjunkturlokomotive USA
und in Euroland zusätzlich einem weiterer und schneller Anstieg des
Euro zum US-Dollar. Diese Risiken werden aber in den nächsten Monaten
als eher gering eingeschätzt.

Bis Jahresende erwartet die VBIB mit etwas besseren
Wirtschaftsdaten und einigen Impulsen von der
Unternehmensberichtssaison leichte Kurszuwächse an den wichtigsten
Aktienmärkten, jedoch nach den bereits deutlichen Kursanstiegen im
Jahresverlauf keine ausgesprochene Jahresendrally. Aufgrund der
niedrigeren Volatilität des ATX dürfte die Kurserholung bei den
österreichischen Aktien nur unterdurchschnittlich ausfallen.

Die ausführliche Prognose findet sich in den "Zins- und
FX-Perspektiven IV-2003" bzw. "Aktienmarkt-Perspektiven Q4" unter
http://www.vbib.at.

Für Rückfragen steht Ihnen das Research-Team der VBIB gerne zur
Verfügung!

OTS0234    2003-10-08/15:16

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VBF

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