• 08.10.2003, 14:09:18
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Prokop: Stabilisierung des NÖ-Arbeitsmarktes hält an

Die aktive Arbeitsmarktpolitik in NÖ macht sich bezahlt

St. Pölten (NÖI) - Zur aktuellen Arbeitsmarktsituation in
Niederösterreich erklärte heute LHStv. Liese Prokop: "Seit Mai dieses
Jahres können wir eine eindeutige und klare Stabilisierung des
Arbeitsmarktes in NÖ feststellen. Die Augustzahlen bestätigten dies:
es waren um -1,0% oder -349 Personen weniger arbeitslos als im
Vorjahr. Damit ist erfreulicher Weise erstmals seit 27 Monaten die
Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich gesunken. Im September hat sich
diese Tendenz einer stabilisierten Arbeitslosigkeit gegenüber dem
Vorjahr fortgesetzt (NÖ: +0,5%, Ö: +4,4%). Insgesamt waren Ende
September 2003 33.058 Personen in NÖ arbeitslos gemeldet.
Niederösterreich belegt damit Platz 4 unter den Bundesländern und
zeigt eine wesentlich bessere Lage als der Österreichschnitt aber vor
allem auch Wien, wo die Arbeitslosigkeit im September gar um +11,2%
anstieg. *****

Diese schlechte Wirtschaftslage in Wien müssen wir ebenfalls
ausgleichen, denn sie schlägt natürlich vor allem im Wein- und
Industrieviertel auf NÖ durch. Die Beschäftigten werden ja am
Arbeitsort, die Arbeitslosen aber am Wohnort erfasst. 1/7 der 700.000
Beschäftigten in Wien sind NiederösterreicherInnen. Die
Arbeitslosen-Quote (Arbeitslose in Relation zu Beschäftigten) in NÖ
für September beträgt 5,8%. Gegenüber dem Vormonat ist sie um 0,2%
gesunken, gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. NÖ liegt damit um
einiges besser als der Österreichische Durchschnitt, der 6,1%
beträgt. Damit beweisen wir, dass sich aktive Arbeitsmarktpolitik
bezahlt macht", erklärte Prokop.

Prokop stellte auch klar, dass der Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Dazu
führte sie näher aus: "Was die Lehrlinge anlangt, sind wir mit der
Situation konfrontiert, dass die Zahl der Lehrstellensuchenden um
23,6% gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist, , gleichzeitig aber auch
die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen um 10,7% gegenüber dem
Vorjahr gestiegen ist. Für all jene, denen es nicht gelingt eine
Lehrstelle zu finden bieten wir das Lehrlingsauffangnetz mit 900
Plätzen an. Es startet jetzt im Oktober und wir gehen davon aus, dass
bis Jahresende jeder lehrwillige und lehrfähige junge Mensch einen
Ausbildungsplatz erhalten wird. Die Jugendlichen erhalten in
Lehrgängen die theoretische Ausbildung und werden aktiv bei der Suche
nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Diese Zeit wird voll auf die
Lehrzeit angerechnet, die Ausbildung erfolgt nicht in
"Überschussberufen" sondern in "Zukunftsberufen". Die
Vermittlungsquote beträgt zwischen 70 und 80%. Somit ist das
Lehrlingsauffangnetz eine äußerst effizientes Hilfsinstrument für
unsere Jugend und nahe genug an der Wirtschaft um wirklich
erfolgreich zu sein", so Prokop.

Näher zu sprechen kam Prokop auch auf die Gruppe der 19 bis
25jährigen. Gegenüber dem Vorjahr sei zwar ein Anstieg von 7,9% zu
verzeichnen. Gegenüber der restlichen Ostregion hebe sich
Niederösterreich aber dank des gut funktionierenden
Jugendsonderprogrammes deutlich ab. So sei in Wien mit +19,1% und im
Burgenland mit +18,0% der Anstieg wesentlich drastischer ausgefallen.
Der österreichweite Durchschnitt betrage +9,3%, erklärte Prokop.

OTS0212    2003-10-08/14:09

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