- 08.10.2003, 13:14:24
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Greenpeace kritisiert Umfaller der FPÖ in parlamentarischer Biopatent-Enquete
FPÖ will Schutz des Lebens den Wirtschaftsinteressen opfern
Wien (OTS) - Bei der heute im Parlament stattfindenden Enquete zur
Umsetzung der EU-Biopatentrichtline haben sich sowohl der
federführende FPÖ-Minister Hubert Gorbach als auch der Sprecher des
FPÖ-Parlamentsclubs, Maximilian Hofmann, unkritisch für die Umsetzung
der Biopatentrichtlinie ausgesprochen. "Das ist ein radikaler
Umfaller der FPÖ, die jetzt offensichtlich die Wirtschaftsinteressen
vor den Schutz des Lebens stellt. Noch vor den Nationalratswahlen
1999 hat die FPÖ gegen die Biopatentrichtlinie gewettert und
versprochen, dass es mit der FPÖ kein Patent auf Leben geben wird.
Heute stimmt die FPÖ in den Lobgesang der Patentlobby ein und ist nun
zum Erfüllungsgehilfen der ÖVP auf dem Weg zu Biopatenten geworden",
kritisiert Greenpeace-Gentechnik-Experte Thomas Fertl die mangelnde
Standfestigkeit der FPÖ.
Greenpeace ruft die ÖVP-FPÖ-Regierung auf, die Bedenken von
Ärztekammer, der Bischofskonferenz und Umweltorganisationen und auch
der österreichischen Bevölkerung nicht einfach vom Tisch zu wischen
sondern ernst zu nehmen. "Die Umweltorganisation und die
Biopatentrichtlinie darf nicht umgesetzt sondern muss in Brüssel neu
verhandelt werden. Die gewichtigen Bedenken von 1,2 Millionen
Österreichern, die das Gentechnik-Volksbegehren 1997 unterschrieben
haben, müssen ernst genommen werden", appelliert Fertl an die
Bundesregierung. Greenpeace demonstriert seit heute 11 Uhr mit 20
Aktivisten und 100 Babypuppen vor dem Parlament.
OTS0176 2003-10-08/13:14
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