- 08.10.2003, 12:14:43
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Kossina: Brauchen österreichische Pfandlösung
Umweltminister soll jetzt mit Vorbereitungen beginnen
Wien (OTS) - "Ein Pfand kann der steigenden Müllflut
entgegenwirken. Daher ist es notwendig, dass der Umweltminister jetzt
beginnt ein bundeseinheitliches Pfandsystem vorzubereiten, damit ein
reibungsloser und effizienter Ablauf gesichert ist", betonte heute
Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina. 180 Millionen
Getränkedosen fallen pro Jahr allein in Wien an, ganz zu schweigen
von Einwegglas- und Kunststoffflaschen. Jede Menge Energie und
Ressourcen würden damit verschwendet und die Müllmengen steigen
ständig.
Tatsache sei, so Kossina, dass Mehrweg die umweltfreundlichere
Alternative zu Einweg ist, denn sie vermeidet Abfall, der behandelt
und entsorgt werden muss und damit der Bevölkerung Geld kostet. Jede
Ökobilanz würde dies bestätigen, unterstrich die Umweltstadträtin.
Mehrweg spart gleichzeitig Rohstoffe, denn jede Flasche kann bis zu
60-mal wiederbefüllt werden.
Der Verfassungsgerichtshof hatte Wien schon im Vorjahr Recht
gegeben und dem damaligen Umweltminister rechtswidriges Verhalten
vorgeworfen. Tatsache ist, dass der Minister damals verabsäumt hatte
zu überprüfen, ob die gesetzlich vorgeschriebenen
Abfall-Vermeidungsziele der Getränkeindustrie erreicht wurden und ob
Abfall-Vermeidungsmaßnahmen technisch und wirtschaftlich unmöglich
sind. Stattdessen wurde die Quote für die Getränkeindustrie für
Mehrweggetränkeverpackungen gesenkt. Kossina: "Das ist
umweltpolitisch verantwortungslos und kann nicht akzeptiert werden."
Seither habe der Umweltminister keinen Weg gefunden,
Mehrweggetränkeverpackungen am Markt zu fördern. Sein Weg sei es
offenbar, sich mit dem Thema nicht zu befassen. Kossina: "Ich fordere
den Umweltminister neuerlich auf, endlich einen Weg zu finden,
Mehrwegverpackungen zu fördern und damit umweltbewusst zu handeln.
Nur ein verpflichtendes Pfand kann der steigenden Abfallflut
entgegenwirken." (Schluss) bfm
OTS0145 2003-10-08/12:14
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