• 05.10.2003, 11:07:36
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  • OTS0016 OTW0016

Symposium zu nuklearer Notfallplanung in Salzburg

Regionale Zusammenarbeit bei der nuklearen Notfallplanung soll vertieft werden

Salzburg (lebensministerium, 5.10.2003) Im Rahmen eines
internationalen Symposiums zu Fragen der nuklearen Notfallplanung
wurden vergangenen Woche in Salzburg Maßnahmen zur Verbesserung der
regionalen Zusammenarbeit und des Informationsflusses im Falle
nuklearer Katastrophen diskutiert. Das Symposium wurde vom
österreichischen Lebensministerium gemeinsam mit dem
Forschungszentrum Karlsruhe organisiert und von der Europäischen
Union sowie dem US Department of Energy finanziell unterstützt.
Insgesamt nahmen ca. 180 Experten aus 35 Ländern einschließlich einer
großen Zahl von Teilnehmern aus Staaten außerhalb Europas an diesem
internationalen Symposium teil. Darüber hinaus waren internationale
Organisationen wie IAEA und OECD vertreten.****

Zweck des Symposiums war es die bereits bestehenden bilateralen
Abkommen zur nuklearen Notfallplanung weiter zu entwickeln und ihre
Anwendung zu verbessern. Die länderübergreifende Zusammenarbeit wird
getragen von der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien,
Ungarn, Deutschland und Österreich und steht weiteren Staaten offen.
Wesentliche Inhalte der Gespräche waren der Austausch von
Überwachungsdaten, die im Ereignisfall für die Notfallsplanung von
besonderer Bedeutung sind, d.h. insbesondere aktuelle Wetterdaten und
Berechnungen der atmosphärischen Ausbreitung von Verstrahlung sowie
der unter den zu erwartenden radioaktiven Exposition im Fall eines
Reaktorunfalls. Die vereinbarten Maßnahmen werden in den nächsten
Jahren im Rahmen eines Europäischen Forschungsprojekts
wissenschaftlich geprüft. Zentraler technischer Bestandteil der
Zusammenarbeit wird das in naher Zukunft in allen Partnerstaaten zur
Verfügung stehende Entscheidungshilfesystem RODOS sein.

In einem regen Diskussionsaustausch wurden im Verlauf der letzten
Woche alle technisch- wissenschaftlichen, organisatorischen sowie die
den Dialog mit der Bevölkerung betreffenden Aspekte der
Notfallplanung behandelt. Die Diskussionen bezogen sich auf die
Bestandsaufnahme der bestehenden technisch-organisatorischen
Planungen und Vorbereitungen sowie auf Notwendigkeiten zur
Verbesserung der aktuellen Situation. Es wurde festgestellt, dass die
bestehenden technischen und organisatorischen Vorkehrungen einen sehr
hohen Stand erreicht haben. Bei der Weiterentwicklung wird es
insbesondere darum gehen, die bestehende Vorkehrungen für die
praktische Anwendung im Ereignisfall weiter zu entwickeln und im
Rahmen z.B. regionaler Zusammenarbeit zu erproben. Dabei wird es auch
darum gehen, den Dialog mit der Bevölkerung zu führen.

(schluss)

OTS0016    2003-10-05/11:07

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