Symposium zu nuklearer Notfallplanung in Salzburg

Regionale Zusammenarbeit bei der nuklearen Notfallplanung soll vertieft werden

Salzburg (lebensministerium, 5.10.2003) Im Rahmen eines internationalen Symposiums zu Fragen der nuklearen Notfallplanung wurden vergangenen Woche in Salzburg Maßnahmen zur Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit und des Informationsflusses im Falle nuklearer Katastrophen diskutiert. Das Symposium wurde vom österreichischen Lebensministerium gemeinsam mit dem Forschungszentrum Karlsruhe organisiert und von der Europäischen Union sowie dem US Department of Energy finanziell unterstützt. Insgesamt nahmen ca. 180 Experten aus 35 Ländern einschließlich einer großen Zahl von Teilnehmern aus Staaten außerhalb Europas an diesem internationalen Symposium teil. Darüber hinaus waren internationale Organisationen wie IAEA und OECD vertreten.****

Zweck des Symposiums war es die bereits bestehenden bilateralen Abkommen zur nuklearen Notfallplanung weiter zu entwickeln und ihre Anwendung zu verbessern. Die länderübergreifende Zusammenarbeit wird getragen von der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Deutschland und Österreich und steht weiteren Staaten offen. Wesentliche Inhalte der Gespräche waren der Austausch von Überwachungsdaten, die im Ereignisfall für die Notfallsplanung von besonderer Bedeutung sind, d.h. insbesondere aktuelle Wetterdaten und Berechnungen der atmosphärischen Ausbreitung von Verstrahlung sowie der unter den zu erwartenden radioaktiven Exposition im Fall eines Reaktorunfalls. Die vereinbarten Maßnahmen werden in den nächsten Jahren im Rahmen eines Europäischen Forschungsprojekts wissenschaftlich geprüft. Zentraler technischer Bestandteil der Zusammenarbeit wird das in naher Zukunft in allen Partnerstaaten zur Verfügung stehende Entscheidungshilfesystem RODOS sein.

In einem regen Diskussionsaustausch wurden im Verlauf der letzten Woche alle technisch- wissenschaftlichen, organisatorischen sowie die den Dialog mit der Bevölkerung betreffenden Aspekte der Notfallplanung behandelt. Die Diskussionen bezogen sich auf die Bestandsaufnahme der bestehenden technisch-organisatorischen Planungen und Vorbereitungen sowie auf Notwendigkeiten zur Verbesserung der aktuellen Situation. Es wurde festgestellt, dass die bestehenden technischen und organisatorischen Vorkehrungen einen sehr hohen Stand erreicht haben. Bei der Weiterentwicklung wird es insbesondere darum gehen, die bestehende Vorkehrungen für die praktische Anwendung im Ereignisfall weiter zu entwickeln und im Rahmen z.B. regionaler Zusammenarbeit zu erproben. Dabei wird es auch darum gehen, den Dialog mit der Bevölkerung zu führen.

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