- 03.10.2003, 13:04:51
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Erfolgreiche Tunnelübung Kaisermühlen
Nach Feuerwehrangaben sind die Einsatzziele grundsätzlich erreicht worden
Wien (OTS) - Im Tunnel Kaisermühlen ist in der Nacht von
Donnerstag auf Freitag eine großangelegte Einsatzübung, bei der ein
Gefahrguttransport-Unfall simuliert wurde, erfolgreich abgehalten
worden. Die Hauptziele, richtige Anwendung der Einsatztaktik, das
Funktionieren der technischen Einrichtungen und die Behandlung und
Bergung der Verletzten wurden nach Angaben von Oberbrandrat Franz
Tschöp von der Wiener Berufsfeuerwehr erreicht.****
Kleine Schwächen gab es nur beim Personalbedarf und der
Kommunikation
Wie Tschöp ferner formulierte hat man auf Grund der eingelangten
Anzeigen in der Nachrichtenzentrale unterschätzt, bei einem
Gifttransport mit derart vielen Opfern besser gleich die Alarmstufe 4
und nicht wie es der Fall war, Alarmstufe 2 auszurufen. Dadurch wurde
das Personal von anfänglich 35 Feuerwehrleuten auf 70 verdoppelt.
Diese machten sich in Minutenschnelle von den Hauptfeuerwachen
Leopoldstadt und Donaustadt zum Unfallort. Zudem wären nach Angaben
des Chefarztes der Wiener Rettung, Alfred Kaff, in einem derartigen
Einsatzfall noch mehr Notärzte erforderlich. Man musste auf diese
wegen der Realsituation für die Übung verzichten, begründete er
dieses Manko. Während die letzte verletzte Person nach einer
Dreiviertelstunde (insgesamt gab es 13 verletzte PKW-Insassen, ein
verletzter LKW-Fahrer und ein verletzter Motorrad-Fahrer) geborgen
wurde, wurden die drei nach dem Unfall zu Tode gekommenen "Puppen"
nach knapp einer Stunde geborgen.
Nicht glücklich zeigte sich Kaff mit der Erprobung eines neuen
Kommunikationssystems mit der Polizei, hier habe man Mängel entdeckt,
sagte Kaff, "manchmal haben wir mit der Polizei keine Verbindung
gehabt."
Einer der Einsatzleiter der Übung von der Wiener
Berufsfeuerwehr, Gerhard Pober, berichtete gegenüber der
Rathauskorrespondenz, zwei Verletzte und drei Einsatztrupps seien
dekontaminiert worden. Im Bereich des Gifttransports sei beim
sogenannten Löschangriff Schaum zum Einsatz gekommen.
Lob des Ausbildungsstandes der Feuerwehrleute durch
Vorgesetzte
Sehr löblich äußerste sich Dipl. Ing. Tschöp zum
Ausbildungsstand der Einsatzkräfte: "Hier ist im Vergleich zu
früheren Übungen vor allem im Bereich mit dem Umgang mit der
Bergeschere ein gewaltiger Fortschritt erkennbar gewesen!" Er lobte
auch die Verständigung untereinander mit Hilfe verschiedener Funk-
und Telefonsysteme. Sowohl Notstromaggregate, Signalanlagen,
Tunnelfunk und Beleuchtung funktionierten einwandfrei, sagten die
Techniker der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement.
MA 34 testete erfolgreich Funktion der Section - Control
Ein Test auf der für die Öffentlichkeit gesperrten Strecke mit
Fahrzeugen, die eine Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 215 und
240 km/h erreichten, ergab, die Anzeigen funktionierten. Nach Angaben
des Projektleiters der Section Control, Ing. Otto Ludwig, hatten die
Lenker der Testautos betont, höhere Geschwindigkeiten ließe der
Tunnel unter normalen Umständen nicht zu. (Schluss) hl
OTS0173 2003-10-03/13:04
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