Erfolgreiche Tunnelübung Kaisermühlen

Nach Feuerwehrangaben sind die Einsatzziele grundsätzlich erreicht worden

Wien (OTS) - Im Tunnel Kaisermühlen ist in der Nacht von
Donnerstag auf Freitag eine großangelegte Einsatzübung, bei der ein Gefahrguttransport-Unfall simuliert wurde, erfolgreich abgehalten worden. Die Hauptziele, richtige Anwendung der Einsatztaktik, das Funktionieren der technischen Einrichtungen und die Behandlung und Bergung der Verletzten wurden nach Angaben von Oberbrandrat Franz Tschöp von der Wiener Berufsfeuerwehr erreicht.****

Kleine Schwächen gab es nur beim Personalbedarf und der Kommunikation

Wie Tschöp ferner formulierte hat man auf Grund der eingelangten Anzeigen in der Nachrichtenzentrale unterschätzt, bei einem Gifttransport mit derart vielen Opfern besser gleich die Alarmstufe 4 und nicht wie es der Fall war, Alarmstufe 2 auszurufen. Dadurch wurde das Personal von anfänglich 35 Feuerwehrleuten auf 70 verdoppelt. Diese machten sich in Minutenschnelle von den Hauptfeuerwachen Leopoldstadt und Donaustadt zum Unfallort. Zudem wären nach Angaben des Chefarztes der Wiener Rettung, Alfred Kaff, in einem derartigen Einsatzfall noch mehr Notärzte erforderlich. Man musste auf diese wegen der Realsituation für die Übung verzichten, begründete er dieses Manko. Während die letzte verletzte Person nach einer Dreiviertelstunde (insgesamt gab es 13 verletzte PKW-Insassen, ein verletzter LKW-Fahrer und ein verletzter Motorrad-Fahrer) geborgen wurde, wurden die drei nach dem Unfall zu Tode gekommenen "Puppen" nach knapp einer Stunde geborgen.
Nicht glücklich zeigte sich Kaff mit der Erprobung eines neuen Kommunikationssystems mit der Polizei, hier habe man Mängel entdeckt, sagte Kaff, "manchmal haben wir mit der Polizei keine Verbindung gehabt."

Einer der Einsatzleiter der Übung von der Wiener Berufsfeuerwehr, Gerhard Pober, berichtete gegenüber der Rathauskorrespondenz, zwei Verletzte und drei Einsatztrupps seien dekontaminiert worden. Im Bereich des Gifttransports sei beim sogenannten Löschangriff Schaum zum Einsatz gekommen.

Lob des Ausbildungsstandes der Feuerwehrleute durch Vorgesetzte

Sehr löblich äußerste sich Dipl. Ing. Tschöp zum Ausbildungsstand der Einsatzkräfte: "Hier ist im Vergleich zu früheren Übungen vor allem im Bereich mit dem Umgang mit der Bergeschere ein gewaltiger Fortschritt erkennbar gewesen!" Er lobte auch die Verständigung untereinander mit Hilfe verschiedener Funk-und Telefonsysteme. Sowohl Notstromaggregate, Signalanlagen, Tunnelfunk und Beleuchtung funktionierten einwandfrei, sagten die Techniker der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement.

MA 34 testete erfolgreich Funktion der Section - Control

Ein Test auf der für die Öffentlichkeit gesperrten Strecke mit Fahrzeugen, die eine Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 215 und 240 km/h erreichten, ergab, die Anzeigen funktionierten. Nach Angaben des Projektleiters der Section Control, Ing. Otto Ludwig, hatten die Lenker der Testautos betont, höhere Geschwindigkeiten ließe der Tunnel unter normalen Umständen nicht zu. (Schluss) hl

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