Welt-Tierschutztag: SPÖ-Europaabgeordnete gegen sinnlose Tiertransporte

Wien (SK) Anlässlich des morgigen Welt-Tierschutztages machen die SPÖ-Europaabgeordneten Christa Prets, Karin Scheele, Herbert Bösch und Hannes Swoboda auf das nach wie vor nur unzureichend gelöste Problem der Tiertransporte aufmerksam. Zwar habe die EU-Kommission im Sommer einen Vorschlag für ein EU-Gesetz vorgelegt, das in wesentlichen Bereichen wie etwa Transport- und Ruhezeiten oder beim Platzangebot für die Tiere Verbesserungen vorsieht. Dieser Vorschlag gehe allerdings noch nicht weit genug. ****

Unter dem Titel "Sinnlose Tiertransporte - Europa sagt nein!" haben die SPÖ-Abgeordneten deshalb eine Initiative ins Leben gerufen, um die österreichische Bevölkerung zu diesem Thema zu informieren und zu sensibilisieren. Bei den in Kürze bevorstehenden Beratungen des Kommissions-Vorschlags im Europäischen Parlament wollen die EU-Abgeordneten darüber hinaus auf entscheidende Nachbesserungen drängen und hoffen dabei auf entsprechende öffentliche Unterstützung.

Christa Prets, Mitglied des zu diesem Thema federführenden Landwirtschafts-Ausschusses: Das Europaparlament muss seine Macht und seine Rechte als Gesetzgeber nutzen und eine klare Position einnehmen: Unnötige Langzeit-Transporte quer durch Europa müssen weiter erschwert werden. Das Kommissions-Papier weist hier noch wesentliche Lücken auf. Strengere Bestimmungen für Ruhezeiten allein sind zu wenig. Die Gesamtdauer der Fahrt ist entscheidend."

Karin Scheele, Mitglied des Umweltausschusses, betont darüber hinaus, dass sich mit den Langzeit-Fahrten auch Tierseuchen relativ leicht über Europa ausbreiten können. Deshalb, so Scheele, "gilt es, die Transportzeit so kurz wie möglich zu halten. Und unabhängig von der Dauer muss bei jeder Fahrt sicher gestellt sein, dass die Tiere ausreichend versorgt sind und genügend Platz zur Verfügung haben."

Für Hannes Swoboda, Mitglied des Verkehrsausschusses, ist diese Forderung eng mit einer deutlichen Verschärfung der Kontrollen verbunden. "Die besten EU-Gesetze helfen wenig, wenn nicht auch entsprechende Überwachungen statt finden. Dazu könnten zum Beispiel Zoll- und Grenzbeamte heran gezogen werden, die nach der EU-Erweiterung mittelfristig ohnehin ein neues Aufgabengebiet brauchen."

Der EU-Budgetexperte Herbert Bösch, seit langem in Sachen Tiertransporte aktiv, macht abschließend auf die "sinnlose und längst überholte Praxis der Exporterstattungen" aufmerksam: "Exporte von Lebendrindern in den Libanon, nach Ägypten oder andere Drittstaaten werden allein im Jahr 2003 mit 77 Millionen Euro gefördert. Würden diese Zahlungen endlich gestrichen, so wäre dies ein erstes klares Signal gegen sinnlose Tiertransporte!" (Schluss) ns/mm

Rückfragehinweis: Roland Graffius, Pressesprecher der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: ++32-475-606634

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