• 03.10.2003, 11:38:38
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  • OTS0123 OTW0123

Welt-Tierschutztag: SPÖ-Europaabgeordnete gegen sinnlose Tiertransporte

Wien (SK) Anlässlich des morgigen Welt-Tierschutztages machen die
SPÖ-Europaabgeordneten Christa Prets, Karin Scheele, Herbert Bösch
und Hannes Swoboda auf das nach wie vor nur unzureichend gelöste
Problem der Tiertransporte aufmerksam. Zwar habe die EU-Kommission im
Sommer einen Vorschlag für ein EU-Gesetz vorgelegt, das in
wesentlichen Bereichen wie etwa Transport- und Ruhezeiten oder beim
Platzangebot für die Tiere Verbesserungen vorsieht. Dieser Vorschlag
gehe allerdings noch nicht weit genug. ****

Unter dem Titel "Sinnlose Tiertransporte - Europa sagt nein!" haben
die SPÖ-Abgeordneten deshalb eine Initiative ins Leben gerufen, um
die österreichische Bevölkerung zu diesem Thema zu informieren und zu
sensibilisieren. Bei den in Kürze bevorstehenden Beratungen des
Kommissions-Vorschlags im Europäischen Parlament wollen die
EU-Abgeordneten darüber hinaus auf entscheidende Nachbesserungen
drängen und hoffen dabei auf entsprechende öffentliche Unterstützung.

Christa Prets, Mitglied des zu diesem Thema federführenden
Landwirtschafts-Ausschusses: Das Europaparlament muss seine Macht und
seine Rechte als Gesetzgeber nutzen und eine klare Position
einnehmen: Unnötige Langzeit-Transporte quer durch Europa müssen
weiter erschwert werden. Das Kommissions-Papier weist hier noch
wesentliche Lücken auf. Strengere Bestimmungen für Ruhezeiten allein
sind zu wenig. Die Gesamtdauer der Fahrt ist entscheidend."

Karin Scheele, Mitglied des Umweltausschusses, betont darüber hinaus,
dass sich mit den Langzeit-Fahrten auch Tierseuchen relativ leicht
über Europa ausbreiten können. Deshalb, so Scheele, "gilt es, die
Transportzeit so kurz wie möglich zu halten. Und unabhängig von der
Dauer muss bei jeder Fahrt sicher gestellt sein, dass die Tiere
ausreichend versorgt sind und genügend Platz zur Verfügung haben."

Für Hannes Swoboda, Mitglied des Verkehrsausschusses, ist diese
Forderung eng mit einer deutlichen Verschärfung der Kontrollen
verbunden. "Die besten EU-Gesetze helfen wenig, wenn nicht auch
entsprechende Überwachungen statt finden. Dazu könnten zum Beispiel
Zoll- und Grenzbeamte heran gezogen werden, die nach der
EU-Erweiterung mittelfristig ohnehin ein neues Aufgabengebiet
brauchen."

Der EU-Budgetexperte Herbert Bösch, seit langem in Sachen
Tiertransporte aktiv, macht abschließend auf die "sinnlose und längst
überholte Praxis der Exporterstattungen" aufmerksam: "Exporte von
Lebendrindern in den Libanon, nach Ägypten oder andere Drittstaaten
werden allein im Jahr 2003 mit 77 Millionen Euro gefördert. Würden
diese Zahlungen endlich gestrichen, so wäre dies ein erstes klares
Signal gegen sinnlose Tiertransporte!" (Schluss) ns/mm

Rückfragehinweis: Roland Graffius, Pressesprecher der SPÖ-Delegation
im Europäischen Parlament, Tel.: ++32-475-606634

OTS0123    2003-10-03/11:38

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