• 03.10.2003, 08:27:00
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  • OTS0012 OTW0012

Razborcan: Flughafen Wien Schwechat droht massives Sicherheitsvakuum

Sicherheitskontrollen sollen neu ausgeschrieben werden; massive Kürzungen bei Personal und Organisation zu befürchten

St. Pölten, (SPI) - Die Sicherheitskontrollleistungen am Flughafen
Wien-Schwechat werden derzeit von der Firma "Vienna International
Airport Security Services GmbH" (VIAS) wahrgenommen. Seitens des
Innenministeriums wurden diese Leistungen nun neu ausgeschrieben -
und die Ausschreibung ist, wie die NÖ Sozialdemokraten kritisieren,
keinesfalls im Interesse der Sicherheit gelegen. "In diesem Verfahren
ist der Schwerpunkt so gesetzt, dass das vorrangige Ziel
Kostenreduktionen sind. Es ist daher zu befürchten, dass ein Bieter
zum Zug kommt, der lediglich über einen ‚Kampfpreis' die
Ausschreibung für sich entscheidet, qualitativ aber die
Sicherheitskontrollen nicht auf dem bisherigen Niveau erbringen wird
können. Damit droht dem Flughafen Schwechat, Österreichs größter
Flugverkehrs-Drehscheibe, ein massives Sicherheitsvakuum", befürchtet
der Schwechater SP-LAbg. Gerhard Razborcan einen Rückgang der
Sicherheit.****

Neben den Sicherheitsbedenken ist auch als schädlich anzusehen, dass
die Ausschreibung so gestaltet worden ist, dass Bieter mit
niedrigeren Lohnkosten einen besonderen Vorteil haben. "Das bedeutet
in diesem Fall dass die bisherige Firma VIAS die Ausschreibung für
Wien nicht gewinnen kann und die Mitarbeiter gekündigt werden müssen.
Wenn nun ein ‚Billigstbieter' mit weitaus schlechter ausgebildeten
Personal gewinnt ist ebenso davon auszugehen, dass die gesamte
Sicherheitsstruktur am Flughafen ausgedünnt und Kontrollen wohl
zurückgenommen werden", so Razborcan weiter.

In einer Anfrage im NÖ Landtag an NÖ Verkehrsreferenten LH Erwin
Pröll möchte der Schwechater SP-Mandatar nun die aktuellen Fragen
betreffend der Sicherheitsbedenken und der neuen Strukturen am
Flughafen Wien Schwechat für alle Niederösterreicher geklärt wissen.
"Nicht nur das der Flughafen auf nö. Landesgebiet liegt, ist das Land
auch zu 20% an der Flughafen Wien AG beteiligt. Es liegt daher im
Interesse unseres Bundeslandes, dass Sicherheitsbedenken ehemöglichst
zerstreut werden können - wenn möglich!", so Razborcan.
(Schluss) fa

OTS0012    2003-10-03/08:27

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