• 02.10.2003, 11:12:27
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248.000 Arbeitsuchende im September: Tumpel fordert Zukunftspaket für die Jungen

38.000 Jugendliche ohne Arbeit, Jugendarbeitslosigkeit seit 2000 um mehr als 55 Prozent gestiegen - Tumpel: "Regierung raubt Jungen die Zukunft"

Wien (AK) - Ein Zukunftspaket für die Jungen und mehr Geld für den
Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit verlangt AK Präsident
Herbert Tumpel von der Regierung. "Der Bundeskanzler kündigt für den
Herbst wieder einmal einen Jugend-Schwerpunkt an", sagt der AK
Präsident, "die Regierung hätte mehr als drei Jahre Zeit gehabt,
etwas gegen die steigende Arbeitslosigkeit in Österreich zu tun -
eingefallen sind ihr nur immer neue Ausreden." 248.174 Menschen haben
im September Arbeit gesucht - um 12.121 Menschen oder 5,13 Prozent
mehr als im Vorjahr. Bei den Jungen ist die Arbeitslosigkeit um 9,4
Prozent gestiegen, seit dem Jahr 2000 sogar um 55 Prozent -
SchulungsteilnehmerInnen sind da nicht mitgerechnet. Tumpel verlangt
daher ein Zukunftspaket, damit die Jungen wieder gute Chancen auf dem
Arbeitsmarkt haben: mehr Lehrstellen und selbständige
Ausbildungseinrichtungen und fünf neue berufsbildende Schulen. Damit
das Arbeitsmarktservice trotz steigender Arbeitslosigkeit nächstes
Jahr alle Arbeitsuchenden bestmöglich betreuen kann, fordert Tumpel
kurzfristig 60 Millionen Euro mehr für das AMS. Darüber hinaus soll
eine Steuerreform so schnell wie möglich die Arbeitnehmer wirklich
entlasten und die Wirtschaft ankurbeln. Zusätzlich verlangt die AK
eine wirkliche Offensive in der Aus- und Weiterbildung und -
mittelfristig - 250 Millionen Euro mehr für eine aktive
Arbeitsmarktpolitik. ****

208.502 Personen waren im September arbeitslos gemeldet.
Zusätzlich 39.672 Personen sind in Schulung (6,2 Prozent mehr als im
Vorjahr) und suchen auch Arbeit. 248.174 Arbeitsuchende im September
bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Ansteig um 12.121 Personen oder
5,13 Prozent.

Im Vormonat waren in Österreich 38.127 Junge ohne Arbeit, 9,4
Prozent mehr als im Vorjahr. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der 19-
bis 24-Jährigen ohne Arbeit um 55,1 Prozent gestiegen. "Diese Jungen
zahlen die Zeche für die Pensionsreform 2000", sagt Tumpel, "ihre
Lage wird sich durch die jetzige so genannte Pensionsreform und durch
das ständige Kürzen der Regierung bei der Bildung noch weiter
verschärfen." Die AK verlangt daher mehr Lehrstellen, selbständige
Ausbildungseinrichtungen und Lehrgänge in denen die Jungen auch einen
Lehrabschluss machen können. "Dafür muss die Regierung auch das Geld
garantieren", sagt Tumpel, "der Eiertanz, den der Wirtschaftsminister
jedes Jahr um das notwendige Geld für diese Ausbildung aufführt, ist
keinem Jugendlichen und seinen Eltern zuzumuten." Darüber hinaus
verlangt die AK fünf neue berufsbildende Schulen in Österreich, vor
allem HTLs mit IT-Schwerpunkt, damit die Jugendlichen die Ausbildung
bekommen, mit der sie gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

OTS0079    2003-10-02/11:12

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW

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