- 29.09.2003, 11:49:27
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ALKOHOL AM STEUER - KEIN ENDE IN SICHT?
Verkehrssicherheitswoche steht unter dem Motto "Alkohol am Steuer tötet" - Alkoholkampagne und Aktionen sollen sensibilisieren
Wien (OTS) - Dass Alkohol am Steuer tötet wird uns im alltäglichen
Leben allzu oft vor Augen geführt. Immer wieder verursachen
alkoholisierte Lenker Unfälle, wo völlig unschuldig Beteiligte
verletzt werden oder gar tragisch ums Leben kommen. Leider steigen
die Alkoholunfälle kontinuierlich an. Im Jahr 2002 gab es in
Österreich 2.736 Alkohol-Unfälle, 3.901 Personen wurden dabei
verletzt und 92 getötet. Bei den Getöteten wurde ein Anstieg von 33
Prozent verzeichnet. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
versucht mit regelmäßiger Bewusstseinsbildung und beständiger
Verkehrssicherheitsarbeit dieser dramatischen Entwicklung
entgegenzuwirken.
Gegenüber EU aufholen
KfV-Direktor Dr. Othmar Thann: "Wir können nur immer wieder auf die
Tatsachen verweisen - beispielsweise, dass Lenker bereits mit 0,5
Promille im Blut ein doppelt so hohes Unfallrisiko haben. Verstärkte
Überwachung - die auch von der Bevölkerung gewünscht wird,
schließlich liegen wir in punkto Kontrollen innerhalb der EU weit
abgeschlagen - und der effiziente Einsatz von Vortestgeräten sind
dringend notwendig." Bisher ist die Wahrscheinlichkeit, alkoholisiert
hinterm Steuer erwischt zu werden, ohnehin äußerst gering. Nur drei
Prozent trifft es tatsächlich, in anderen Ländern liegt diese
Wahrscheinlichkeit bei bis zu 40 Prozent.
Aktionen rund um das Thema Alkohol
Nicht nur das Jahr 2003 steht im KfV ganz im Zeichen der Vermeidung
von Alkohol am Steuer, sondern auch die diesjährige
Verkehrssicherheitswoche, in der neben einer Enquete zum Thema
Geschwindigkeit, dem Verkehrsicherheitsrat und der traditionellen
Verleihung der Verkehrssicherheitspreise dieses Jahr auch die
Präsentation der Halbjahresbilanz der Unfallstatistik 2003
stattfindet. Unter dem Motto "Alkohol am Steuer tötet" finden in ganz
Österreich bewusstseinsbildende Maßnahmen statt, es werden
Transparente und Folder verteilt und mobile Tempoanzeigen vor Schulen
aufgestellt.
18 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon
8 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren
8 Pkw-Insassen (davon 4 Lenker), 2 Lkw-Lenker, 1 Motorrad-Lenker, 1
Moped-Lenker, 1 Lenker eines vierrädrigen Leichtkraftfahrzeuges
(Microcar) und 5 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche
Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten
nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (4), Vorrangverletzung (3),
Überholen (3), Unachtsamkeit (1), Bremsversagen (1) und Fehlverhalten
Fußgänger (2) festgestellt werden. Bei 2 Unfällen konnte die Ursache
bisher nicht ermittelt werden. 3 Fußgänger kamen durch
Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei 2 Unfällen
Mitursache. 6 der 16 Unfälle waren Alleinunfälle. 3 tödlich verletzte
Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 28.
September dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen
Straßennetz vorläufig 693 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung
berücksichtigt bis Ende August), im Vergleichszeitraum des Vorjahres
verunglückten nach endgültigen Zahlen 699 Menschen tödlich.
OTS0086 2003-09-29/11:49
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