• 26.09.2003, 12:36:47
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Kärntner Wirtschaftsbund fordert neue Teilzeitmodelle für Kärntner Betriebe

Krainz: "Das Recht auf Teilzeit muss verbessert werden"

Klagenfurt (Wirtschaftsbund) (OTS) - Für neue Modelle der
Teilzeitarbeit spricht sich der Direktor des Kärntner
Wirtschaftsbundes, Horst Krainz, aus. Angesichts der Tatsache, dass
sich der Arbeitskräftemangel in den kommenden Jahren und Jahrzehnten
verschärfen werde, begrüßt der Kärntner Wirtschaftsbund Maßnahmen wie
etwa Teilzeit-Arbeitsmodelle, die zu einer Erhöhung der
Frauenerwerbsquote (dzt. rund 60 Prozent) führen würden. Krainz: "Die
Betriebe sind gerne bereit, gerade Frauen die Möglichkeit zur
Teilzeitarbeit zu geben. Gleichzeitig müssen diese alternativen und
flexiblen Arbeitszeitmodelle für die Unternehmen auch Vorteile
bieten."

Dass die Teilzeitarbeit in den vergangenen Jahrzehnten in Österreich
stetig zugenommen habe, belege eine
Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung: Die Beschäftigungsquote im
Teilzeit-Bereich sei demnach von 16,7 Prozent (617.300
ArbeitnehmerInnen) im September 2001 auf 17,3 Prozent (647.500
ArbeitnehmerInnen) im Vergleichsmonat 2002 gestiegen.

Als entscheidend bezeichnete Krainz den Umstand, dass eine
Neuregelung der Teilzeitarbeit die Unternehmen behindere, Frauen
einzustellen; dies könne zu einem Rückgang der Frauenerwerbsquote
führen. Deshalb brauche es noch eine Reihe von Begleitmaßnahmen wie
etwa die unbürokratische Umsetzung einer solchen Neuregelung, die
garantiert werden müsse.
"Wichtig ist, dass der Teilzeitanspruch für Eltern nicht zum
Full-Time-Job für die jeweilige Unternehmensführung wird", so Krainz.

Als einen wichtigen Schritt sieht der Wirtschaftsbunddirektor die
neue Teilzeitregelung, um zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf
und Familie zu gelangen. Dafür seien aber auch die Schaffung
steuerlicher Anreize für Unternehmen - etwa für die Einrichtung von
Betriebskindergärten - sowie zusätzliche
Kinderbetreuungseinrichtungen mit flexibleren Öffnungszeiten und
Nachmittagsbetreuung nötig.

Zudem sieht der Wirtschaftsbund die geplante Teilzeit-Neuregelung in
Zusammenhang mit der Frage einer Arbeitszeitflexibilisierung. Krainz:
"Wenn einerseits für Arbeitnehmer mehr Spielraum für die
Inanspruchnahme von Teilzeitregelungen überlegt wird, muss auf der
anderen Seite auch der Gestaltungsspielraum der Betriebe vergrößert
werden. Das bedeutet eine moderne Arbeitszeitgestaltung durch die
Flexibilisierung und Vereinfachung der gesetzlichen
Arbeitszeitregelungen unter Orientierung am EU-Recht. Die täglich
mögliche Normalarbeitszeit sollte auf 10 Stunden erhöht werden".

OTS0160    2003-09-26/12:36

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