- 26.09.2003, 12:21:57
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Ungarns historische Weinregionen: Hajós-Baja
Wien (OTS) - Das am Ostufer der Donau rund um die Stadt Baja
liegende Weinbaugebiet in der Südlichen Tiefebene unterscheidet sich
deutlich von den übrigen Anbaugebieten der Tiefebene. Der Boden hier
in dieser wärmsten Region Ungarns besteht vorwiegend aus Lehm und
Löß, während in den übrigen Weingebieten der Sandboden überwiegt.
Die Weißweine der Sorten Riesling, Chardonnay, Würziger und
Mädchentraube sind infolge des Bodens und des Klimas relativ mild und
säurearm, die führenden Rotweine werden als Kadarka, Cabernet
Sauvignon, Zweigelt und Blaufränkisch ausgebaut, die besonders
charaktervoll sind.
Zentrum des Weinanbaugebietes ist das auch touristisch
bemerkenswerte Dorf Hajós. Es steht zur Gänze unter Denkmalschutz.
Hier siedelte der Erzbischof vom Kalocsa im 18. Jahrhundert
katholische Deutsche an, die die gotische Marienstatue mitbrachten,
die den Ort zum Marienwallfahrtsort machte. Bis heute wird hier
deutsch gesprochen und an Marienfeiertagen treffen hunderte Pilger
aus aller Welt ein. Einzigartig ist der Kalvarienberg mit
Zsolnay-Keramiken, unvergleichlich schön das alte Weinkellerdorf.
Weinliebhaber sollten auch im nahen Solt Station machen. Über 500
historische Weinkeller laden zum Verweilen ein, das Kellermuseum
enthält Interessantes aus der Geschichte der Weinkultur der Region.
Auch in Nemesnádudvar (Deutsch-Nadvar) ist das schwäbische
Weinkellerdorf das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und der
Gastfreundschaft, das Heimatmuseum zeigt Kleinode der
multikulturellen Siedlung.
Hauptstadt der Weinregion ist die Donaustadt Baja mit einem der
schönsten Plätze Ungarns, dem Szentháromsság tér. Er ist an einer
Seite vom Flüßchen Sugovica, an den drei anderen Seiten von den
prachtvollsten Gebäuden der Stadt begrenzt, unter anderem vom Rathaus
und zahlreichen Bürgerhäusern. Geprägt wurde die Stadt von deutschen,
kroatischen, dalmatinischen und serbischen Kaufleuten und
Handwerkern, die ihr im 19. Jahrhundert rasch Wohlstand brachten. So
galt Baja als bedeutendster Getreideumschlagplatz der Zeit. Heute ist
Baja auch berühmt als Zentrum der Fischküche und das
"Fischsuppenfest" alljährlich im Juli zählt zu den buntesten und
sicherlich "köstlichsten" des Landes.
Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch im Deutschen
Heimatmuseum des Ortes Harta, das einen interessanten Einblick in die
Geschichte der deutschstämmigen Bevölkerung gibt, die das Gebiet bis
heute prägt.
Die Schönheit der Region um Baja erschließt sich dem Besucher
nicht nur an Land, sondern auch vom Wasser aus. Bootsfahrten auf der
Donau und ihren wildromantischen Altarmen erschließen die
unverfälschte Natur, einen natürlichen "botanischen Garten" von
unvergleichlicher Anmut und Stille. Hier finden auch Angler
hervorragende Reviere für ihren ruhigen Sport.
Informationen: Tourinform-Büro. H-6500 Baja, Szentháromság tér 5.
Tel. 0036/79/420793, Fax 0036/79/420792, mailto:[email protected]
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