- 24.09.2003, 15:12:19
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Österreichs Girokonten gehören zu den preiswertesten in Europa
Studie im Auftrag des Sparkassenverbandes zeigt erhebliche Preisunterschiede zwischen den Ländern
Wien (OTS) - Bei den Gebühren für private Girokonten zählen die
österreichischen Kreditinstitute zu den preiswertesten in Europa. Der
Leistungsumfang der Konten ist einer der höchsten in der EU. Ein
relativ dichtes, kostenintensives Filialnetz sorgt für hohe
Servicequalität auf der Kundenseite. Das ist das Ergebnis einer
Studie des Instituts für Kreditwirtschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien, die im Auftrag des Österreichischen
Sparkassenverbandes im Sommer 2003 erstellt wurde.
Am teuersten sind die privaten Girokonten für "Wenig-Nutzer" in
Luxemburg, Schweiz und Italien. Die preiswertesten Länder sind
Österreich, Belgien und Irland. Bei den "Viel-Nutzern" liegen
Schweden, Schweiz und Italien an der Spitze, während die günstigsten
Konten in Irland, Frankreich und Belgien zu finden sind. Österreich
liegt hier im unteren Mittelfeld.
"Österreichische Kreditinstitute brauchen sich mit ihren
Kontopreisen nicht zu verstecken und können zu ihren Preisen stehen",
resümierte Studienautor Hannes Jöchlinger. Eine Senkung der Gebühren
im Girogeschäft, wie sie immer wieder von Konsumentenschützern oder
der Arbeiterkammer gefordert wird, wäre im internationalen Vergleich
mehr als kontraproduktiv, da das Defizit im Kontobereich nur noch
größer werden würde. Derzeit weisen Girokonten in Österreich
durchschnittlich einen Verlust von Euro 22,-- auf. Preiserhöhungen,
so Jöchlinger, seien aber auf Grund des "politischen Preises" der
Kontogebühren und der Indexbindung nur schwer durchsetzbar.
"Wenn man bedenkt, dass ein österreichisches Durchschnittskonto
pro Jahr für "Wenig-Nutzer" durchschnittlich Euro 58,61 kostet, dann
sind das pro Tag nur 16 Cent. Für dieses geringe Entgelt erhält der
Kunden seine komplette private Buchhaltung von der Bank", ergänzt
Wilhelm Kraetschmer, stv. Generalsekretär des Österreichischen
Sparkassenverbandes.
Der Preisvergleich der Konditionen im Girogeschäft erfolgte auf
Basis von fiktiven Musterkonten, da ein direkter Vergleich der
einzelnen Teilleistungspreise zwischen den Banken (z. B.
Überweisungskosten) oft nicht möglich ist. Die Berechnung der
Musterkonten liefert für jedes Konto ein zu entrichtendes Entgelt,
welches dann für Preisvergleiche zur Verfügung steht. Als Basis für
die Kalkulation wurde ein bestimmtes Nutzungsverhalten unterstellt,
das den jeweiligen Kontoangeboten als Berechnungsgrundlage dient. Der
Österreich-Durchschnitt von Euro 58,61 für den "Wenig-Nutzer" und
Euro 100,58 für den "Viel-Nutzer" wurde dann den durchschnittlichen
Preisen in neun anderen europäischen Ländern gegenübergestellt. In
Summe sind 21 Banken analysiert worden, darunter sowohl Großbanken
wie UBS, Deutsche-Bank, Dresdner-Bank als auch Sparkassen, Volks- und
Raiffeisenbanken.
Eine Kurzfassung der Studie "Preisvergleich im
Privatkundengirogeschäft zwischen Österreich und anderen europäischen
Ländern" steht auf der Homepage des Österreichischen
Sparkassenverbandes unter http://www.sparkasse.at/sverband zum
Download bereit.
OTS0234 2003-09-24/15:12
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