• 24.09.2003, 14:41:29
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SPÖ-Matzka-Dojder: Fehler im Pflegebereich beseitigen, aber vor Verallgemeinerungen hüten

Wien (SPW-K) - SPÖ-Gemeinderätin Mazka-Dojder betrachtete in ihren
Debattenbeitrag am Mittwoch im Wiener Gemeinderat zum Thema
Altenpflege die bestehende Situation auch aus der Sicht des
Pflegepersonals. Die Politikerin, selbst seit vielen Jahre im
Pflegedienst tätig, wies auf viele von ihr mit Pflegebedürftigen und
deren Angehörigen geführte Gespräche hin, in denen diese auf die gute
Pflege hingewiesen hätten. "Das überzeichnete Bild von Missständen,
das die Opposition entwirft, steht dazu in völligem Gegensatz",
betonte Matzka-Dojder. Wenn Mängel bei der Pflege alter Menschen in
Einrichtungen der Stadt auftreten, dann sei es erstens Pflicht sich
dafür zu entschuldigen und, zweitens, die Fehler zu beseitigen und
die trachten, dass sich diese nicht mehr wiederholten. "Bei aller
berechtigter Kritik an Fehlern sollten wir uns vor falschen und
sinnlosen Verallgemeinerungen hüten", hob die Mandatarin hervor.

Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen wies Matzka-Dojder auf die
zahlreichen internationalen Auszeichnungen für Wiener
Pflegeeinrichtungen hinsichtlich der geriatrischen Langzeitpflege hin
und informierte, dass Wien drei Mal den "Golden Helix Award" für die
innovativsten und engagiertesten Projekte zur patientenorientierten
Qualitätsverbesserung gewinnen konnte. Das Geriatriezentrum Am
Wienerwald sei für seine spezialisierte Langzeitbetreuung für
Wachkoma-Patienten ausgezeichnet worden. Diese Anerkennungen seien
nicht zuletzt auf die positive Einstellung des Personals, einer hohen
Qualifikation und eines unermüdlichen Pflegeeinsatzes zurückzuführen,
stellte Matzka-Dojder fest.

Zur Qualitätssicherung des Pflegestandards seien ständige
Verbesserungen in der Ausbildung und Weiterbildung in der
Krankenpflege notwendig, setzte die Rednerin fort. Sie wies darauf
hin, dass Wien ständig bemüht sei, diese Erfordernisse zu erfüllen.
So habe Wien - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - seine
Ausbildungsplätze im Pflegebereich nicht reduziert. Kritik übte sie
an der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung, weil diese
ausländische Krankenpflegerinnen ein nicht erreichbares Mindestgehalt
für Schlüsselkräfte vorschreibe. Nicht zuletzt auch deshalb gebe es
Engpässe im Pflegebereich, besonders in der Altenpflege.
Matzka-Dojder: "Die restriktive Zuwanderungspolitik der
ÖVP/FPÖ-Bundesregierung verhindert, dass dem aktuellen Personalbedarf
entsprochen werden kann".

Abschließend betonte Matzka-Dojder, dass eine politische und
motivierende Unterstützung für das Pflegepersonal ebenso wie eine
bessere finanzielle Anerkennung der von den Pflegerinnen erbrachten
Leistungen notwendig wäre. "Was wir hingegen nicht benötigen, ist
politisches Kleingeld zu Lasten hilfebedürftiger Menschen und einer
schwer arbeitenden Berufsgruppe zu münzen", betonte Matzka-Dojder.
(Schluss)

OTS0219    2003-09-24/14:41

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