- 24.09.2003, 13:40:54
- /
- OTS0188 OTW0188
Bildungskooperation in der "Vienna Region"
Wien, Bratislava, Brünn und Györ beschließen Aktionsplan
Wien (OTS) - "Fünf Millionen Menschen leben in der 'Vienna
Region'. Dass ab dem nächsten Jahr im Zuge der EU-Erweiterung diese
Region noch näher zusammenrückt ist begrüßenswert und stellt auch für
die Bildungspolitik eine entscheidende Herausforderung dar. Das
Positive: Bereits seit 1996 kooperieren die Städte Wien, Bratislava,
Brünn und Györ im Rahmen des CERNET (Central European Regional
Network for Education Transfer) eng miteinander, so dass wir mit
Stolz heute einen gemeinsamen Aktionsplan präsentieren können, der
richtungsweisend für die Zukunft ist", stellte Wiens Amtsführende
Stadtschulratpräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen einer
Pressekonferenz mit Ing. Stanislav Papanek (Stadtschulratspräsident
Bratislava - SK), Prof. Miklos Szabo (Stadtschulratspräsident
Györ-Moson-Sopron - H) und Dr. Milos Sifalda (Stadtschulratspräsident
Brünn - CZ) am Mittwoch fest.
Im Rahmen der Konferenz "Encounters Summit - Quality Assurance in
Education through Inter-regional Cooperation, Developments and
Perspectives" trafen die vier Stadtschulratspräsidenten zusammen, um
sich auf gemeinsame Ziele in der Bildungspolitik zu einigen.****
Im Mittelpunkt dabei:
o Internationale Bildungsstandards: "Unser Ziel ist es, Instrumente der Vergleichbarkeit von Wissen und Qualifikationen zu entwickeln. Ohne deshalb in die nationalen Bildungssysteme intervenieren zu wollen, ist es dennoch eine 'Herausforderung‘ unserer Zeit, speziell im Fremdsprachenbereich oder bei Mathematik inter-regionale/internationale Standards zu entwickeln." o Schulentwicklung: "Schon bislang konnten von CERNET in der 'Vienna Region' eine Vielzahl von Modelschulen, die sich in einem regionalen und interkulturellen Kontext verstehen, entwickelt werden. Beispiele hierfür sind etwa die European Primary School, European Middle School oder die European High School. Hier gilt es einerseits fortzusetzen und andererseits auch neue, noch breitere Schulmodelle bzw. Modelle zu einer interregionalen Schulentwicklung in bereits bestehenden Schulen zu schaffen." o Schulpartnerschaften: "Ganz klar hat sich schon bisher in der Bildungszusammenarbeit zwischen den Städten Wien, Brünn, Bratislava und Györ gezeigt, dass der Schlüssel zu einer wirklich fruchtbringenden Kooperation das 'Erschließen der Herzen' ist. Wo immer Schüler aus den verschiedenen Ländern aufeinandertreffen oder sich gelebte Schulpartnerschaft 'crossing the borders' entsteht, hat diese Zusammenarbeit ihren größten Erfolg. In diesem Sinne sollen in den nächsten Jahren eine Vielzahl neuer Schulpartnerschaften angebahnt und eine Reihe von gemeinsamen Events organisiert werden, die die Schüler aus den Nachbarländern zusammenbringen und so dem Integrationsprozess der Menschen (und nicht nur der jeweiligen Volkswirtschaften) unter einem gemeinsamen 'europäischen Dach‘
beschleunigen helfen."
o Schulpsychologie: "Gemeinsam einigen sich die
Kooperationspartner auf eine in Zukunft noch engere Kooperation im Bereich der Schulpsychologie. Hinter dieser Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bekenntnis zu einer Schule, die sich nicht allein als Lernanstalt versteht, sondern deren Ziel die Förderung und Hilfestellung bei einer umfassenden und positiven Persönlichkeitsentwicklung der Schüler ist."
Brandsteidl abschließend: "Diese und eine Vielzahl weiterer
gemeinsamer Vorhaben sind ein Schritt zu einer künftig noch engeren
Kooperation der Städte Wien, Bratislava, Brünn und Györ. Mit dem nun
verabschiedeten Aktionsplan gelingt es Wien - und dies ist auch in
einem gesamtösterreichischen Zusammenhang relevant -, den 'formalen
Akt' der EU-Erweiterung um eine zusätzliche reale und konkrete
Domension zu erweitern." (Schluss) ssr
OTS0188 2003-09-24/13:40
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK






