• 23.09.2003, 10:05:00
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Onodi: Für unsere Ältere Generation - Pflegeausbildung wichtiger den je

Fachschule für Altendienste und Pflegehilfe in der HLW St. Pölten feierte ihr 10jähriges Jubiläum

St. Pölten (SPI) - Anlässlich der gestern stattgefundenen
10-Jahresfeier der Fachschule für Altendienste und Pflegehilfe in der
Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) St. Pölten
hebt NÖ Gemeindereferentin LHStv. Heidemaria Onodi die Bedeutung
einer fundierten Ausbildung in den Pflegeberufen erneut hervor:
"Jungen Menschen, die sich für einen Beruf in der Alten- und
Krankenpflege entscheiden, treffen eine verantwortungsbewusste
Entscheidung für ihr Leben. Denn diese Berufe fordern den ganzen
Menschen, körperlich wie psychisch. Nur mit einer wirklich fundierten
Ausbildung können diese Anforderungen im Interesse der
Pflegebedürftigen auch wirklich bewältigt werden. In diesem Sinne ist
es zu begrüßen, dass die Ausbildungsplätze in Niederösterreich
bereits aufgestockt wurden. So gibt es an Niederösterreichs
Gesundheits- und Krankenpflegeschulen im Schuljahr 2003/2004 bereits
rd. 600 Ausbildungsplätze statt wie im vergangnen Jahr 553. Dennoch
besteht noch großer Bedarf, vor allem auch in der Überarbeitung der
Ausbildungskonzepte. In Zukunft soll es daher auch zu einem
umfassenden Ausbildungs-Modulkonzept sowie zur Entschärfung der
Problematik des 10. Schuljahres - derzeit kann die Ausbildung erst
mit 17 Jahren, also nach dem absolvierten 10. Schuljahr begonnen
werden - kommen."****

Seit zehn Jahren besteht nunmehr die Fachschule für Altendienste und
Pflegehilfe an der HLW St. Pölten als Privatschule mit
Öffentlichkeitsrecht. Angeboten wird seit dem Schuljahr 2001/2002
eine berufsbegleitende Ausbildung zum Altenhelfer oder Pflegehelfer.
In einer Ausbildung über 4 Semester wird den SchülerInnen fundiertes
Wissen nicht nur in medizinischen und psychologischen Fächern
geboten, sondern auch in Kommunikationstraining und
Konfliktbewältigung oder Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung und
Supervision. Besonderer Wert wird für allem auf die praktische
Ausbildung gelegt, die mit einem Stundenvolumen von 1200 Stunden
einen großen Teil der Ausbildung ausmacht.

"Die Pflege von alten und Kranken Mitmenschen ist eine
verantwortungsbewusste Aufgabe, und ich bin sehr froh, dass ein
Niederösterreich eine Reihe von wirklich guten Schulen gibt, die den
jungen Menschen hier eine fundierte Ausbildung bieten. Die jüngst in
Wien aufgezeigten Missstände in Pflegeheimen machen auch deutlich,
welche hohen Anforderungen der Beruf des Alten- oder Pflegehelfers an
jeden einzelnen stellt. Im Rahmen der "Ausbildungsoffensive 2.
Bildungsweg" wird zum Beispiel die Aufschulung von PflegehelferInnen
zu diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegehelferInnen
ermöglicht", so Onodi weiter.

Leider wurde ein beantragter Lehrgang für Pflegemanagement an der
Fachhochschule Krems wegen fehlender finanzieller Mittel bereits zum
zweiten Mal abgelehnt, obwohl die AbsolventInnen eines solchen
Studienganges die pflegerische Versorgung entscheidend verbessern
könnten. "Hier spart der Bund eindeutig an der falschen Stelle,
nämlich bei der Pflege und bei der Ausbildung", so Onodi
abschließend.
(Schluss) kr/fa

OTS0046    2003-09-23/10:05

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