Schutzhaus fordert Feuerlöscher für jedes Kfz

Auch ein kleiner Brand kann seine Kreise ziehen... Institut für technische Sicherheit: Die richtige Verhaltensregel im Falles eines Autobrandes lautet: Alarmieren - Retten - Löschen!

Wien (OTS) - Vor wenigen Tagen ereignete sich im Burgenland ein Fahrzeugbrand. Aus dem Motorraum eines in der Parkgarage abgestellten Pkw loderten plötzlich Flammen. Die Versuche der Fahrzeugeigentümerin das Feuer mittels eines mitgeführten Handlöschgerätes unter Kontrolle zu bringen schlugen vorerst fehl. Erst die durch die Brandmeldeanlage alarmierte Stadtfeuerwehr konnte den Brand löschen. Problematisch erwies sich jedoch der Abzug der gesundheitsschädlichen und - während der Löscharbeiten - sichtbehindernden Rauchgase, da die Elektroversorgung der Rauch- und Wärmeabzugsanlage durch den Brand lahmgelegt wurde. Folglich mussten mit Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr mobile Entlüftungsgeräte zum Einsatz gebracht werden, ehe die Parkgarage nach mehreren Stunden wieder freigegeben werden konnte. So erfreulich die Tatsache auch sein mag, dass kein Personenschaden zu beklagen ist und sich auch der materielle Schaden in Grenzen halten dürfte, so notwendig scheint die Aufklärung über richtiges und falsches Verhalten in einer solchen Situation.

Regeln im Brandfall
Einerseits ist das Verhalten der Fahrzeugeigentümerin als ausgesprochen löblich zu bezeichnen, da sie nicht nur einen eigenen Kfz-Feuerlöscher mit sich führte sondern diesen auch zum Einsatz brachte. Andererseits ist für die richtige Vorgehensweise im Brandfall unbedingt die Reihenfolge ALARMIEREN - RETTEN - LÖSCHEN einzuhalten, anderenfalls kann sich ein zu Beginn klein scheinender Brand in kurzer Zeit zu einer wahren Feuersbrunst entwickeln.
-) Alarmieren: Ohne Aufsicht von erfahrenen Löscheinheiten und entsprechenden Geräten sollten Heldentaten unversucht bleiben.
-) Retten: Alle gefährdeten Personen müssen schleunigst den Gefahrenbereich verlassen, da Gefahr einer Rauchgasvergiftung besteht und um den Einsatz der Feuerwehr nicht zu behindern!
-) Löschen: Erst wenn die ersten beiden Verhaltensvorgaben erfüllt sind und noch keine Löschmannschaft eingetroffen ist, sollte man die Brandbekämpfung selbst in Angriff nehmen, vorausgesetzt es besteht keine ersichtliche Gefahr für die eigene Person.

Geringe Verbreitung von Handfeuerlöschern
"Man geht man davon aus, dass lediglich jeder achte österreichische Kraftfahrzeugbesitzer seinen blechernen Liebling mit einem Handfeuerlöschgerät ausgerüstet hat. Der geringe Prozentsatz ist besorgniserregend, daher fordern wir die verpflichtende Mitnahme eines Feuerlöschers in jedem Kfz. Zusätzlich besorgniserregend ist die Tatsache, dass ein erheblicher Prozentsatz der mitgeführten Geräte mit zu geringen Inhalten oder gar falschen Löschmitteln gefüllt ist", erörtert DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für technische Sicherheit - SCHUTZ HAUS. Experten empfehlen dem Konsumenten Handfeuerlöschgeräte mit mindestens zwei Kilogramm Universallöschmittel (ABS-Pulver) und verweisen auf eine sichtbare und leicht erreichbare Anbringung des Feuerlöschers im Fahrzeug. Bei der Gelegenheit sollten auch der empfohlene Notfallhammer und Gurtschneider im Auto griffbereit befestigt werden. Nicht vergessen:
Tragbare Feuerlöschgeräte müssen regelmäßigen Kontrollen und alle zwei Jahre einer Wartung durch eine Fachfirma unterzogen werden.

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Schutz Haus
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Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (++43-1) 71 770/225

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