- 19.09.2003, 13:23:15
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Keck zum Voest-Abverkauf: Comical-Karli-Heinzi oder Propagandaminister im zerstörerischen Endkampf?
Wien (SK) "Die heutigen Aussagen von Finanzminister Grasser zum
sinnlosen, blamablen und viel zu billigen Voest-Abverkauf haben
nichts mit der Realität zu tun", sagte Freitag SPÖ-Abgeordneter und
Voest-Betriebsrat Dietmar Keck. Entweder erzähle er wie "Comical-Ali
in Bagdad" Märchen oder er betreibe "übelste Lügen-Propaganda". ****
In Grassers heutiger Aussendung heißt es wörtlich: "Die
österreichische Kernaktionärsstruktur wurde deutlich ausgebaut, und
die Einheit des Unternehmens wird durch das langfristige Interesse
der österreichischen Aktionäre garantiert. Durch den weitreichenden
österreichischen Besitz an der voestalpine AG bleiben
Entscheidungszentralen sowie Forschung und Entwicklung in Österreich
erhalten, was langfristig hoch qualifizierte Arbeitsplätze sichert."
Entsprechend der Grasserschen Interpretation der Begriffe
"Kernaktionär" und "Kernaktionärsstruktur" hätte jede
Aktiengesellschaft dieser Welt eine staatliche Kernaktionärsstruktur,
da an jeder AG mehrere Angehörige eines Staates unabhängig
voneinander Aktien dieses Unternehmens halten, und so eine
"Kernstruktur" und natürlich keinen echten Kern bilden, so Keck. Laut
dieser propagandistischen Wortakrobatik hat die voestalpine neben der
österreichischen Kernaktionärsstruktur auch eine deutsche,
US-amerikanische etc. "Kernaktionärsstruktur". "Faktum bleibt, und
das gibt Grasser damit auch offen zu, die Voest hat seit heute keinen
Kernaktionär mehr", hält Keck fest.
Weiters habe Grasser entweder nicht die geringste Ahnung, wie Börse
funktioniert, oder "er sagt bewusst die Unwahrheit", wenn er das
zukünftige Verhalten der Aktionäre "garantiert" und das "langfristige
Interesse" jedes einzelnen Aktionärs zu kennen glaubt. "Blitzt hier
irgendwo Volksgemeinschaftsdenken hervor, wenn die Interessen eines
einzelnen Aktionärs mit den Interessen des gesamten Volkes
gleichgesetzt werden, oder plant Grasser gar die Verstaatlichung der
Börse und die Enteignung der privaten Aktien? Will er der Börse
‚staatliche Fesseln' anlegen? Denn nur dann kann er irgendetwas über
künftiges Kauf- bzw. Verkaufsverhalten der Börsianer sagen", wundert
sich Keck.
Wieder einmal habe es sich bewiesen, dass Karl-Heinz Grasser alias
"Prasser" kein geeigneter Finanzminister, sondern nur ein Showman -
ein "Comical-Ali" der heimischen Innenpolitik ist, der mit seinen
"Kasperliaden" im wahren Interesse für wen auch immer zigtausende
heimische Familien in eine unsichere Zukunft schickt, so Keck
abschließend. (Schluss) ns/mm
Rückfragehinweis: Büro ÖVP-Abgeordneter Dietmar Keck: Reinhard
Steinbauer, Büro Wien [email protected]
Mobil: 0664/41 22 239
OTS0182 2003-09-19/13:23
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