Keck zum Voest-Abverkauf: Comical-Karli-Heinzi oder Propagandaminister im zerstörerischen Endkampf?

Wien (SK) "Die heutigen Aussagen von Finanzminister Grasser zum sinnlosen, blamablen und viel zu billigen Voest-Abverkauf haben nichts mit der Realität zu tun", sagte Freitag SPÖ-Abgeordneter und Voest-Betriebsrat Dietmar Keck. Entweder erzähle er wie "Comical-Ali in Bagdad" Märchen oder er betreibe "übelste Lügen-Propaganda". ****

In Grassers heutiger Aussendung heißt es wörtlich: "Die österreichische Kernaktionärsstruktur wurde deutlich ausgebaut, und die Einheit des Unternehmens wird durch das langfristige Interesse der österreichischen Aktionäre garantiert. Durch den weitreichenden österreichischen Besitz an der voestalpine AG bleiben Entscheidungszentralen sowie Forschung und Entwicklung in Österreich erhalten, was langfristig hoch qualifizierte Arbeitsplätze sichert."

Entsprechend der Grasserschen Interpretation der Begriffe "Kernaktionär" und "Kernaktionärsstruktur" hätte jede Aktiengesellschaft dieser Welt eine staatliche Kernaktionärsstruktur, da an jeder AG mehrere Angehörige eines Staates unabhängig voneinander Aktien dieses Unternehmens halten, und so eine "Kernstruktur" und natürlich keinen echten Kern bilden, so Keck. Laut dieser propagandistischen Wortakrobatik hat die voestalpine neben der österreichischen Kernaktionärsstruktur auch eine deutsche, US-amerikanische etc. "Kernaktionärsstruktur". "Faktum bleibt, und das gibt Grasser damit auch offen zu, die Voest hat seit heute keinen Kernaktionär mehr", hält Keck fest.

Weiters habe Grasser entweder nicht die geringste Ahnung, wie Börse funktioniert, oder "er sagt bewusst die Unwahrheit", wenn er das zukünftige Verhalten der Aktionäre "garantiert" und das "langfristige Interesse" jedes einzelnen Aktionärs zu kennen glaubt. "Blitzt hier irgendwo Volksgemeinschaftsdenken hervor, wenn die Interessen eines einzelnen Aktionärs mit den Interessen des gesamten Volkes gleichgesetzt werden, oder plant Grasser gar die Verstaatlichung der Börse und die Enteignung der privaten Aktien? Will er der Börse ‚staatliche Fesseln' anlegen? Denn nur dann kann er irgendetwas über künftiges Kauf- bzw. Verkaufsverhalten der Börsianer sagen", wundert sich Keck.

Wieder einmal habe es sich bewiesen, dass Karl-Heinz Grasser alias "Prasser" kein geeigneter Finanzminister, sondern nur ein Showman -ein "Comical-Ali" der heimischen Innenpolitik ist, der mit seinen "Kasperliaden" im wahren Interesse für wen auch immer zigtausende heimische Familien in eine unsichere Zukunft schickt, so Keck abschließend. (Schluss) ns/mm

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