• 19.09.2003, 09:37:51
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SPÖ-Sportsprecher Wittmann: Gegen Verstaatlichung des Sports

Wien (SK) "Die Regierung verschleudert Volksvermögen, aber der Sport
soll verstaatlicht und seiner Selbstverwaltung beraubt werden?",
merkte SPÖ-Sportsprecher Peter Wittmann am Freitag zu
Sportstaatssekretär Schweitzers vorläufigen Vorschlag zum
Bundessportgesetz an. ****

Der vorläufige Entwurf des Bundessportgesetzes von
Sportstaatssekretär Schweitzer beendet die Einigkeit über dieses so
notwendige Gesetz. "Es scheint eine Themenverfehlung zu sein", ist
Wittmann gegenüber dem SPÖ-Pressedienst überzeugt. "Die wirklich
dringenden und modernen Arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen
werden vernachlässigt! Aber in die Vereinsstruktur und die
Bundesportförderung will Schweitzer tief hineinschneiden", so
Wittmann.

Vor allem die Zerstörung der Selbstverwaltung der Fachverbände und
der Bundessportorganisation stört den SPÖ-Sportsprecher. "Weniger
Staat mehr privat heißt das Credo der Bundesregierung nur, wenn es
gegen staatsnahe Betriebe geht. Dort wo es um sinnvolle
Selbstverwaltung und Autonomie geht, soll alles unter staatliche
Kontrolle gebracht werden," stellte Wittmann fest. Ein dem
zuständigen Minister unterstellter Bundessportrat, der die Lizenzen
vergeben soll, heiße nichts anderes als die Verstaatlichung des
österreichischen Sports. Auch die Rechnungslegungsvorschriften, wie
sie in diesem Gesetzesentwurf gefordert werden, gefährden die Arbeit
der tausenden gemeinnützigen Amateursportvereine. "Dass
Sportstaatssekretär Schweitzer dies so möchte scheint rein
machttaktisch aber nicht sportpolitisch motiviert zu sein," betont
Wittmann. "Ein weiterer Beweis für die chaotischen Zustände im
Sportstaatssekretariat," so Wittmann abschließend. (Schluss) up/mp

OTS0034    2003-09-19/09:37

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