SPÖ-Sportsprecher Wittmann: Gegen Verstaatlichung des Sports

Wien (SK) "Die Regierung verschleudert Volksvermögen, aber der Sport soll verstaatlicht und seiner Selbstverwaltung beraubt werden?", merkte SPÖ-Sportsprecher Peter Wittmann am Freitag zu Sportstaatssekretär Schweitzers vorläufigen Vorschlag zum Bundessportgesetz an. ****

Der vorläufige Entwurf des Bundessportgesetzes von Sportstaatssekretär Schweitzer beendet die Einigkeit über dieses so notwendige Gesetz. "Es scheint eine Themenverfehlung zu sein", ist Wittmann gegenüber dem SPÖ-Pressedienst überzeugt. "Die wirklich dringenden und modernen Arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen werden vernachlässigt! Aber in die Vereinsstruktur und die Bundesportförderung will Schweitzer tief hineinschneiden", so Wittmann.

Vor allem die Zerstörung der Selbstverwaltung der Fachverbände und der Bundessportorganisation stört den SPÖ-Sportsprecher. "Weniger Staat mehr privat heißt das Credo der Bundesregierung nur, wenn es gegen staatsnahe Betriebe geht. Dort wo es um sinnvolle Selbstverwaltung und Autonomie geht, soll alles unter staatliche Kontrolle gebracht werden," stellte Wittmann fest. Ein dem zuständigen Minister unterstellter Bundessportrat, der die Lizenzen vergeben soll, heiße nichts anderes als die Verstaatlichung des österreichischen Sports. Auch die Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in diesem Gesetzesentwurf gefordert werden, gefährden die Arbeit der tausenden gemeinnützigen Amateursportvereine. "Dass Sportstaatssekretär Schweitzer dies so möchte scheint rein machttaktisch aber nicht sportpolitisch motiviert zu sein," betont Wittmann. "Ein weiterer Beweis für die chaotischen Zustände im Sportstaatssekretariat," so Wittmann abschließend. (Schluss) up/mp

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