• 17.09.2003, 12:19:01
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GLOBAL 2000: Ablehnung der GVO-freien Zone OÖ jetzt amtlich

Begründung der EU-Lebensmittelagentur bleibt Themaverfehlung - Ablehnung durch die EU-Kommission skandalös

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert
scharf die Ablehnung der gentechnikfreien Zone Oberösterreich durch
die EU-Kommission und die europäische Lebensmittelagentur (EFSA), die
gestern im Amtsblatt der EU erschienen ist. Angelpunkt des
oberösterreichischen Gentechnikverbotsgesetzes ist eine
Gentechnikfreie Zone Oberösterreich auf Basis der ungeklärten Frage
der Koexistenz. "Auch in der offiziellen und ausführlichen
Stellungnahme finden sich keine Argumente, die eine Ablehnung
rechtfertigen würden. Die EFSA als zuständiges Organ hat sich mit dem
Kernthema des Gesetzes, nämlich der Koexistenz von GVO-freier und
Gentech-Landwirtschaft, wieder nicht auseinander gesetzt. Dass die
EU-Kommission jetzt auf Basis dieser totalen Themaverfehlung die
Ablehnung begründet, ist ein Skandal", empört sich Werner Müller,
GLOBAL 2000-Gentechnikexperte, der die dem Gesetz zugrunde liegende
Studie verfasst hat. "Die EFSA hat sich als parteiisches Gremium zu
erkennen gegeben. Dies wirft ein bedenkliches Licht auf die in
nächster Zukunft anstehenden Entscheidungen bezüglich gentechnisch
veränderter Lebens- und Futtermittel. Es ist zu befürchten, dass die
EFSA durch gezieltes Wegschauen einige dieser Anträge unkritisch
durchwinken wird."

Die offizielle Ablehnung der EU-Kommission ist am 16.9.2003 im
Amtsblatt der Europäischen Union (ABl L 230/34) erschienen.

OTS0134    2003-09-17/12:19

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL

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