- 17.09.2003, 12:05:24
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GPA Jugend: Geben Sie der Jugend eine Chance, Herr Bundeskanzler!
OECD-Studie zeigt Scherbenhaufen konservativer Bildungspolitik
Wien (GPA/ÖGB). "Ich finde es katastrophal, dass in einem Land wie
Österreich über elf Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 19
Jahren im Jahr 2001 weder in einer Ausbildung noch berufstätig waren.
Auch das Nachhinken Österreichs bei der Hochschulbildung sollte die
Alarmsignale schrillen lassen", analysiert Christian Jammerbund,
Vorsitzender der GPA Jugend, das erschreckende Ergebnis der gestern
veröffentlichten OECD Studie. "Eine deutlichere Aufforderung an die
Regierung, endlich zu handeln, kann es wohl nicht mehr geben."++++
Seit Jahren fordert die GPA Jugend von der Regierung, endlich
etwas gegen die Situation am Lehrstellenmarkt zu unternehmen. Seit
Jahren fordert die GPA Jugend den Ausbau des Angebots an
Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen. Doch trotz aller
Anstrengungen und Bemühungen sieht diese Bundesregierung offenbar
keinen Handlungsbedarf. "Diese Zahlen sind der Beweis, dass wir vor
dem Scherbenhaufen konservativer (Aus-)Bildungspolitik stehen",
stellt Jammerbund fest.
Die Budgets der Fachhochschulen und der Universitäten werden
laufend gekürzt. Die Auffangnetze für arbeitslose Jugendliche laufen
Ende des Jahres aus. Wie soll es weitergehen? "Um im internationalen
Wettbewerb bestehen zu können, brauchen wir gut ausgebildete
ArbeitnehmerInnen. Rauben Sie unserer Jugend nicht die Chance auf ein
gutes Leben", fordert der GPA Jugendvorsitzende die Bundesregierung
auf.
"Die Zeit des Kaputtsparens muss vorbei sein! Wir brauchen eine
Ankurbelung der Wirtschaft. Wir brauchen Investitionen in die
Ausbildung der jungen Menschen. Ich appelliere an die Regierung, sich
der Zukunft unseres Landes nicht zu verschließen", schließt
Jammerbund.
ÖGB, 17. September 2003
Nr. 757
15. ÖGB-Bundeskongress:
"Menschen sind unsere Stärke. Arbeit in einem sozialen Europa."
14. bis 17. Oktober 2003, Austria Center Vienna
Mehr unter www.oegb.at
OTS0124 2003-09-17/12:05
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