• 17.09.2003, 10:41:45
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Metropolis-Konferenz: Rainer Münz über die EU-Immigration

Keine starke Zuwanderung erwartet

Wien (OTS) - Der renommierte Immigrationsforscher Rainer Münz
befasste sich am Mittwoch im Rahmen der Metropoliskonferenz im Wiener
Rathaus mit der Geschichte der europäischen Migration.
Münz führte aus, dass es im Zeitraum von 1750 bis 1950 praktisch
keine Einwanderung nach Europa, sondern fast ausschließlich
Auswanderung gegeben habe. Ziele der Europäer waren damals u.a.
Asien, die USA und Osteuropa. Erst in den 60er Jahren wurde
Westeuropa ein potentieller Einwanderungskontinent. Die Tendenz sei
aber, so Münz, wieder rückläufig. Als Beispiel führte er Ungarn an.
So seien seit den 90er Jahren mehr Menschen nach Ungarn eingewandert,
als ausgewandert.

Münz wies auch darauf hin, dass erst ab 2010 der europäische
Arbeitsmarkt für "alle Europäer" geöffnet werde. Die Motivation der
Osteuropäer das eigene Land zu verlassen, schätzte er eher gering
ein. Der Trend gehe sogar soweit, dass die neuen Beitrittsländer sich
zu Immigrationsländern entwickeln würden.
Abschließend forderte Münz eine gemeinsame europäische
Immigrationspolitik, "damit kein Streit um die besten Arbeitskräfte
entstehe". (Schluss) red

OTS0079    2003-09-17/10:41

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