"profil": Sektionschef im Gesundheitsministerium verordnete Toten Hörgeräte

WGKK deponiert Sachverhaltsdarstellung über Ex-Kabinettschef von Staatssekretär Waneck bei Staatsanwaltschaft

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, übermittelte die Wiener Gebietkrankenkasse (WGKK) der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung, die Hubert Hrabcik, den ehemaligen Kabinettchef von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck, in Bedrängnis bringen könnte. Im Rahmen seiner Tätigkeit als HNO-Konsiliararzt verordnete Hrabcik, der mittlerweile als Sektionschef im Gesundheitsministerium fungiert, zwei früheren Patienten Hörgeräte, als diese bereits seit über zwei Monaten tot waren.

Hrabcik hat sich offensichtlich nicht an die vertraglichen Regelungen zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und den Hörgeräte-Akkustikern gehalten, wonach HNO-Ärzte eine Verordnung schreiben müssen, bevor dem Patienten ein Hörgerät angepasst wird. Hrabciks ehemalige Patienten hatten die Hörgeräte auf Probe erhalten, der Sektionschef stellte die Verordnung erst nach Ablauf der vorgesehenen Probezeit aus, ohne die Patienten nochmals zu untersuchen. Hrabcik rechtfertigt seine Vorgangsweise damit, dass er den seit 2002 gültigen Vertrag "persönlich für falsch" hält.

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