ÖAMTC-Flugrettung flog 100.000sten Einsatz (2)

210 Millionen für die Volkswirtschaft

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der rasche Einsatz der Christophorus-Notarzthubschrauber hat nicht nur viel menschliches Leid erspart, sondern lässt sich auch ganz nüchtern in Zahlen ausdrücken. Jeder Euro, der in die Luftrettung investiert wird, bringt einen mehr als doppelten volkwirtschaftlichen Nutzen. In anderen Zahlen: Ein Christophorus-Einsatz kostet im Schnitt zwischen 1.000 (im Jahr 1983) und 2.000 Euro. Durch die kürzere Behandlungsdauer im Spital, frühere Rückkehr ins Arbeitsleben, eingesparte Renten, etc. fließen heute etwa 4.800 Euro in die Volkswirtschaft zurück. Nach einer Untersuchung von Prof. Dr. Herbert Baum der Universität Köln "erwirtschafteten" die Christophorus-Hubschrauber für die Volkswirtschaft seit 1983 über 200 Millionen Euro.

Dennoch ist die über das gesamte Jahr, täglich von früh bis abends angebotene, qualitativ hochwertige Flugrettung nicht kostendeckend. In zwei Drittel der Einsätze zahlen die Krankenkassen nur einen meist nicht kostendeckenden Pauschalbetrag für den Transport bezahlt. Nur Dank der Unterstützung der Länder, der beiden großen Versicherungen Uniqa und Generali und der ÖAMTC-Mitglieder, die rund einen Euro ihres Clubbeitrages für die Flugrettung zahlen, können die Hubschrauber weiterfliegen.

Modernste Technologie

Die 18 Maschinen starke Christophorus-Flotte besteht aus hochmodernen Hubschraubern der Firma Eurocopter, die den europäischen Richtlinien für die Luftrettung (JAR-OPS 3) entsprechen. Der rund drei Millionen Euro teure Eurocopter EC 135 ist ein zweimotoriger Leichthubschrauber modernster Bauart und Konzeption. Er ist besonders leistungsstark und leise, vibrationsarm und umweltfreundlich. 1.400 PS Leistung garantieren nicht nur eine hohe Reisegeschwindigkeit, sondern auch perfekte Hochgebirgstauglichkeit. Die Maschine bietet Platz für vier Besatzungsmitglieder sowie einen Patienten. Mit nur wenigen Handgriffen kann ein zweiter Liegeplatz eingebaut werden.

Die Christophorus-Crew

Besonderen Wert legt der Christophorus Flugrettungsverein auf die Qualifikation der Piloten, Ärzte und Sanitäter. Ein eigenes Qualitätsmanagement und konsequente und verpflichtende Weiterbildung sorgen für bestgeschulte Crews. Mit den leitenden Crewmitgliedern ist die ÖAMTC-Flugrettung bei allen einschlägigen Kongressen vertreten und Mitglied in den europäischen und weltweiten Flugrettungs-Fachverbänden. Internationale Flight Safety-Kurse, Pilotenaustausch und Fachdiskussionen mit Schwesterorganisationen sind Standard.

Mit Ausnahme der 41 Piloten sind die Crew-Mitglieder keine Angestellten des Christophorus Flugrettungsvereins. Die Sanitäter und Flugretter kommen von professionellen Rettungsdiensten, wie dem Roten Kreuz, der Wiener Rettung und der Bergrettung. Die Flugrettungsärzte sind Spitals- bzw. auch niedergelassene Ärzte. Dadurch ist gewährleistet, dass die Christophorus-Mannschaft auch durch ihre tägliche Praxis außerhalb der Notarzthubschrauber-Einsätze routiniert und informiert ist. Für Flugrettungsärzte und Flugrettungssanitäter bietet jeder Stützpunkt praktische und theoretische Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen an. Die Crewmitglieder sind verpflichtet, dieses Angebot im Ausmaß von mindestens 16 Stunden jährlich in Anspruch zu nehmen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Manfred Pfnier

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