Artist-in-Residence-Programm des MQ: bisher 38 KünstlerInnen aus 15 Ländern zu Gast

Wien (OTS) - Bislang nahmen bereits 38 KünstlerInnen aus 15 verschiedenen Ländern an dem Stipendienprogramm teil, das durch die Sponsoren Wiener Stadtwerke und Erste Bank ermöglicht wird und für das insgesamt vier Wohnstudios im MuseumsQuartier zur Verfügung stehen. Das Programm unterstützt so die Zusammenarbeit von lokalen Initiativen und Einrichtungen mit KünstlerInnen aus aller Welt und fördert damit deren internationale Vernetzung.

Die Teilnahme ist für Künstlerinnen und Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen möglich. Die bisherigen StipendiatInnen beschäftigten sich mit Mode, elektronischer Musik, bildender Kunst/Konzeptkunst, Film/Video, Theorie/Kritik, Tanz und Literatur. Vorgeschlagen werden die Künstlerinnen und Künstler vorwiegend von den quartier21-Initiativen. Darüberhinaus gibt es eine Kooperation mit der Kultursektion des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten und mit dem von der Erste Bank geförderten Programm "tranzit".

Die derzeitigen Gäste

Im September sind im Rahmen des quartier21-Artist-in-Residence-Programms vier Künstlerinnen und Künstler im MuseumsQuartier zu Gast, die diesmal auf Vorschlag von drei quartier21-Initiativen sowie der Wiener Secession für mehrere Wochen in Wien arbeiten und in verschiedenen Veranstaltungen ihre Arbeit vorstellen.

Vom Aktionismus zum Faktionismus:

monochrom produziert heute, 10.09., um 19 Uhr "EIGNBLUNZN"
Zum Auftakt der Veranstaltungsserie "Wiener Faktionismus" wird die Gruppe "monochrom" mit ihrem Gast Johannes Ullmaier heute, Mittwoch, 10.09., die "EIGNBLUNZN" präsentieren: In einem nachempfundenen Heurigen wird einigen Personen Blut abgenommen, vom Wirt zu Blutwurst verarbeitet, von den Spendern gekauft und dann selbst verspeist werden.

Reflexion der Wiener Kunstszene in antizipierter Kopie

Der Deutsche Michael S. Riedel nimmt an der Gruppenausstellung "KONTEXT, FORM, TROJA - Junge Szene 03" in der Wiener Secession teil, die am 17.09. um 19 Uhr eröffnet wird. Gemeinsam mit Dennis Loesch plant er, ihren Ausstellungsraum in Frankfurt maßstabsgetreu zu rekonstruieren und als Ausstellungsraum im Ausstellungsraum zu bespielen. Die darin stattfindenden Projekte werden in Reaktion auf das Wiener Kulturprogramm konzipiert und nehmen dessen Veranstaltungen als (verzerrte) Spiegelbilder vorweg. Damit kommentieren Loesch und Riedel zum einen die lokale Kunstszene und ihre Strukturen und nehmen zugleich mit ihren Kopien, die schneller sind als das Original, selbstironisch Stellung zu Begriffen wie Avantgarde und Junge Kunst.

Die politischen Implikationen improvisierter Musik

Der spanische Musiker Mattin, der seit 01.07.2003 auf Einladung von charhizma und institut fünfhaus Gast im quartier21 ist, beteiligt sich am Symposium "Öffentliche Angelegenheiten/Public Affairs -Performance als politisches Handeln/Performance as Political Action", das vom 26.09. bis 28.09. im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) stattfindet. Unter dem Titel "A Second Subterranean Ethics. Political and Ethical Connotations of Improvised Music Today" fragt Mattin im Kontext einer aktiven Wiener Improvisationsszene, ob Improvisation nach wie vor Orte schaffen kann, die den herrschenden sozialen und politischen Machtstrukturen entkommen und wie viel vom romantischen Verständnis von Improvisation der 1960er Jahre noch gültig ist.

Architektur als historisches Zeugnis und blueprint zukünftiger sozialer Entwicklungen

Die in Bratislava geborene Wahlkanadierin Katarina Burin, die vom A9 forum transeuropa für einen Aufenthalt vorgeschlagen wurde, beschäftigt sich in ihren Grafiken und Malereien mit Geschichte, sozialen und politischen Veränderungen und Phänomenen, die Burin an Orten und Gebäuden festmacht und diese als blueprint für zukünftige Entwicklung erachtet. Burins Arbeiten bilden eine kontinuierliche Serie, die eine Form des künstlerischen research darstellen und eine Bearbeitung ihrer eigenen Lebensgeschichte darstellen. Während ihres Aufenthaltes in Wien möchte sie sich vor allem mit den Werken von Adolf Loos und Josef Hoffmann auseinandersetzen.

Katarina Burin präsentiert ihre Arbeiten am Montag, 29.09., 19h im Künstlerstudio 513 (MQ Hof 7).

Ausführliche Informationen zum Artist-in-Residence-Programm einschließlich der Biographien aller bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten gibt es im Internet unter quartier21.mqw.at.

Allgemeine Informationen zum q21 und zum Artist-in-Residence-Programm:

Internet: quartier21.mqw.at, E-Mail : quartier21@mqw.at
Koordination des Künstlerstudioprogramms: Mag. Michaela Rapp, Tel.:
+43/1/523 58 81-1707

Termine:

Johannes Ullmaier und monochrom: EIGNBLUNZN, Mittwoch, 10.09., 20h im Vorraum zum Künstlerstudio 513, MQ Hof 7

Michael S. Riedel in: "KONTEXT, FORM, TROJA - Junge Szene 03", 18.09. bis 16.11. in der Secession, Eröffnung am Mittwoch, 17.09., 19h

Mattin: A Second Subterranean Ethics. Political and Ethical Connotations of Improvised Music Today, Sonntag, 28.09., 20h. Im Rahmen von:

Public Affairs/Öffentliche Angelegenheiten. Symposium. Vorträge, Konzerte, Performances: Freitag, 26.09. bis Sonntag 28.09. im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK)

Katarina Burin: Präsentation ihrer Arbeit am Montag 29.09., 19h im Künstlerstudio 513, MQ Hof 7

Rückfragen & Kontakt:

Daniela Enzi, Yvonne Katzenberger
MuseumsQuartier Errichtungs- u. BetriebsgesmbH
Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Tel.: +43/1/523 58 81-1712
ykatzenberger@mqw.at

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