• 08.09.2003, 12:10:14
  • /
  • OTS0085 OTW0085

GLOBAL 2000 warnt: Gentechnikfreies Saatgut in Gefahr!

Saatgut muss gentechnikfrei bleiben - Gentechnikfreie Alternative erhalten

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt vor
einem neuen Vorschlag der EU-Kommission in konventionellem Saatgut
Gentech-Verunreinigungen zu tolerieren. "Jetzt werden wir von zwei
Seiten eingeschnürt. Im Endprodukt sind in Zukunft für konventionelle
Produkte 0,9 Prozent Gentech-Verunreinigungen erlaubt. Jetzt soll
auch beim Saatgut eine 0,5 Prozent-Verunreinigung zugelassen werden.
Das ist für die gentechnikfreie Produktion eine Katastrophe, denn mit
diesem Grenzwert darf in jedem Sack Saatgut Gentechnik enthalten
sein." Derzeit sind laut der österreichischen
Saatgutgentechnik-Verordnung überhaupt keine Verunreinigungen
(Nachweisgrenze) im Saatgut erlaubt.

Der Biolandbau ist durch den neuen Vorschlag höchst bedroht. "Wenn
man den Grenzwert von 0,5 Prozent zulässt, wird es fast unmöglich
sein, gentechnikfreies Saatgut für den Biolandbau herzustellen. Damit
wird die Gentechnik durch die Hintertür in den Biolandbau
eingeschleust." Der Richtlinien-Entwurf (Sanco/1542/2000 Rev.4) sieht
für Mais 0,5 Prozent Gentech-Verunreinigungen vor, für Sojabohne 0,7
(Glyicine max) und für Raps (Brassica napus) 0,3 Prozent vor. Für
Pflanzkartoffeln sieht der Entwurf 0,5 Prozent Verunreinigung vor.

"Saatgut ist die Basis der Landwirtschaft, das heißt ohne
gentechfreies Saatgut gibt es auch keine gentechnikfreie
Landwirtschaft. Landwirtschaftsminister Pröll muss in den
Verhandlungen mit der EU-Kommission hart bleiben und für die
gentechnikfreies Saatgut sorgen", so Müller abschließend.

OTS0085    2003-09-08/12:10

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel