• 08.09.2003, 11:50:48
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Land Kärnten startet Lehrlingsoffensive 2003/2004

LH Haider stellte neue Initiative für Lehrstellensuchende vor - Land garantiert Arbeits-, Lehrstellen oder Schulungsplatz - Online-Jobbörse unter www.lehrstellenboerse.ksn.at

Klagenfurt (LPD) - Nach erfolgreichem
Jugendbeschäftigungsprogramm stellte heute (Montag) Landeshauptmann
Jörg Haider die neue Kärntner Lehrlingsoffensive im Spiegelsaal der
Landesregierung vor. Haider betonte, dass mit großen
Schwerpunktmaßnahmen allen Jugendlichen bis 25 Jahre neue
Berufschancen eröffnet werden sollen. Die neue Lehrlingsoffensive
starte mit einer Online-Jobbörse, Bewerbungsbriefings und
Schnuppertagen in Berufsschulen.

Der Landeshauptmann wies darauf hin, dass der territoriale
Beschäftigungspakt mit dem Arbeitsmarktservice (AMS), der seit
November des vergangenen Jahres intensiv laufe, auf eine sehr gute
Bilanz verweisen könne: "Über 10.000 Jugendliche sind am Arbeitsmarkt
bzw. an einem Ausbildungsplatz untergebracht worden." Während in ganz
Österreich die Jugendarbeitslosigkeit im Durchschnitt stark gestiegen
sei (+6,7 Prozent) zeigten die letzten Arbeitsmarktdaten für Kärnten
einen stabilen Stand von +0,1 Prozent. Außerdem habe die Zahl an
offenen Lehrstellen mit einem Plus von 16,7 Prozent (Österreichweit
minus 6,3 Prozent) zugenommen.

Franz Zewell, stellvertretender AMS-Kärnten-Geschäftsführer,
betonte, dass das Ziel der aktuellen Lehrlingsoffensive sei, diesen
erfolgreichen Weg weiterzugehen. Der Stellenwert der Lehrlinge und
die Bedeutung der Lehrlingsausbildung solle der Öffentlichkeit viel
stärker bewusst gemacht werden, um das Image des Lehrberufes
anzuheben. Um am Lehrstellenmarkt ausgleichend zu wirken, biete das
AMS Kärnten ein breites Maßnahmenbündel an, das mit finanzieller
Unterstützung des Landes umgesetzt werde: "In Summe wendet das AMS im
heurigen Jahr 9,7 Millionen Euro für Jugendliche auf, 2,2 Millionen
Euro davon speziell für Lehrstellensuchende." Das Land Kärnten setze
weitere 1,3 Millionen Euro ein, davon für Lehrstellensuchende 834.000
Euro.

Insgesamt würden Schulungen für 4.500 Jugendliche, darunter 715
Lehrstellensuchende, angeboten, so Zewell. Im Rahmen des
Jugendlichen-Ausbildungssicherungsgesetzes (JASG) werden eigens
konzipierte Lehrgänge für Jugendliche angeboten. Für 106
TeilnehmerInnen, deren Kurse Mitte September 2003 enden, wären
940.000 Euro (AMS: 630.000 Euro, Land: 310.000 Euro) bereitgestellt
worden. Im November würden bereits die nächsten JASG-Lehrgänge in den
Bereichen EDV-, Metall- und Elektrotechnik sowie in Kaufmännischen
Berufen und Tourismus starten. Dafür würden weitere 960.000 Euro
(AMS: 650.000 Euro, Land: 310.000 Euro) aufgebracht.

Sandro Ebner,Verantwortlicher der Lehrstellenbörse, erklärte, dass
das Angebot für die Jugendlichen von einer Online-Lehrstellenbörse
über Bewerbungsbriefings bis zu Schnuppertagen in Berufsschulen
reiche: "Die Online-Lehrstellenbörse steht als kärntenweite
Datenplattform sowohl den Unternehmern als auch den
Lehrstellensuchenden zur Verfügung." Über die folgende
Internet-Adresse seien alle wichtigen Informationen abrufbar:
www.lehrstellenboerse.ksn.at. Auf dieser Homepage bestehe anhand
einer Kärntenkarte die Möglichkeit, die Lehrstellensuche in den
gewünschten Bezirken einzugrenzen. Weiters könnten Filterkriterien
wie z. B. Bezirk im Detail, Monat oder Jahr eingegeben werden. Die
Anzeige der einzelnen Berufsgruppen sei auf einen Blick ersichtlich,
sodass eine effiziente Suche durchgeführt werden kann.
Zusatzinformationen gäbe es unter der Lehrlings-Hotline 04276-48353.

Die Bewerbungsbriefings würden im Polytechnischen Lehrgang und in
den neunten Schulstufen allgemein- und höherbildender Schulen
abgehalten. Der Zugang zu einer Lehre solle damit erleichtert und die
Attraktivität von Lehrberufen gesteigert werden. In diesen Briefings
würden den Jugendlichen alle grundlegenden Informationen über ihre
zukünftigen Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vermittelt.

Im Rahmen der Aktion "Berufsfindung in der Berufsschule" würden
Schnuppertage für Jugendliche angeboten, die noch nicht wissen,
welche Lehre sie machen sollen. Sie könnten eine Woche lang in den
Kärntner Berufsschulen unter Aufsicht ihren Lehrberuf näher kennen
lernen und würden dadurch in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt.

OTS0071    2003-09-08/11:50

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