- 08.09.2003, 11:37:47
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UNFALLRISIKO FÜR PKW-LENKER OHNE GURT NEUNMAL SO HOCH!
KfV erinnert an dramatisch erhöhtes Unfallrisiko ohne Gurt und appelliert an Erwachsene auf richtige Sicherung der Kinder zu achten
Wien (OTS) - Dass der Verzicht auf den Sicherheitsgurt im Auto
tötet, ist eine Tatsache. Immer wieder sterben Menschen, weil sie auf
den Gurt vergessen haben oder ganz einfach zu bequem sind diesen
anzulegen. Laut Unfallbilanz 2002 waren von 524 getöteten
Pkw-Insassen 263 nicht angegurtet, d.h. die Hälfte aller getöteten
Pkw-Insassen war nicht angegurtet. Heuer (bis Mai 2003) mussten
bereits 203 Menschen ihr Leben auf der Straße lassen, 95 davon waren
nicht angeschnallt. Auch gestern gab es wieder einen tragischen
Unfall auf einer deutschen Autobahn. Zwei Vorarlberger wurden dabei
getötet. Der Lenker, der außerdem zu schnell unterwegs war, wurde aus
dem Auto geschleudert - ein Indiz dafür, dass er nicht angeschnallt
war. "Leider sind es immer wieder Tragödien, die darauf hinweisen
müssen, dass die Gurtenpflicht kein Alibi-Gesetz ist. Wer sich im
Auto nicht anschnallt, erhöht seine Gefahr durch einen Verkehrsunfall
zu sterben enorm. Das Unfallrisiko ist für Pkw-Lenker ohne Gurt
neunmal höher!", erinnert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium
für Verkehrssicherheit (KfV).
Bis Mai 2003: 11 getötete Kinder im Pkw
Österreicher sind besonders ausgeprägte "Gurtenmuffel". Jeder vierte
"pfeift" auf den lebensrettenden Sicherheitsgurt. Auf den Rücksitzen
schnallt sich mehr als ein Drittel der Erwachsenen nicht an. In
Deutschland herrscht diesbezüglich eine wesentlich höhere Moral:
Immerhin 95 Prozent sind auf den Vordersitzen niemals ohne Gurt
unterwegs. Auch wenn es um die richtige Sicherung der Jüngsten geht,
fehlt häufig das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen. Noch
immer fährt jedes sechste Kind ungesichert im Pkw mit. Bis Mai dieses
Jahres mussten elf Kinder als Mitfahrer im Auto sterben, vier davon
waren nicht gesichert. Thann: "Vor allem wenn es um das Leben ihrer
Kinder geht, müsste es doch bei vielen - im wahrsten Sinn des Wortes
- 'klicken'! Die Wichtigkeit der richtigen Sicherung am Rücksitz wird
leider zu oft unterschätzt. Dabei droht gerade von 'hinten' Gefahr -
nicht nur für die Mitfahrer im Fonds, sondern auch für die Insassen
auf den Vordersitzen. Beim Aufprall wird der nicht angeschnallte
Passagier am Rücksitz gegen den Vorderfahrer geschleudert und
gefährdet auch diesen."
Was passiert wenn es nicht klickt?
-) Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für Lenker ohne
Gurt neunmal so hoch
-) Bei einem Verkehrsunfall ohne Schuld kann das Schmerzensgeld um
20-25 Pro-zent gekürzt werden.
-) Wenn Sie angegurtet sind, reduzieren Sie die Häufigkeit und
Schwere von
- Brustkopfverletzungen - Kopfverletzungen - Gesichts- und Augenverletzungen - Verletzungen an Beinen und Füssen
- Außerdem verhindert der Gurt, dass Personen aus dem Wagen
geschleudert werden.
16 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon
8 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren
8 Pkw-Insassen (davon 4 Lenker), 2 Lkw-Lenker, 5 Motorrad-Lenker und
1 Radfahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser
tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit
(5), Vorrangverletzung (5), Überholen (1), Unachtsamkeit (1) und
Übermüdung (2) festgestellt werden. Bei einem Unfall konnte die
Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkoholisierung war bei einem
Unfall Mitursache. 6 der 15 Unfälle waren Alleinunfälle. 1 tödlich
verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis
zum 7. September dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen
Straßennetz vorläufig 628 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung
berücksichtigt bis Ende Juli), im Vergleichszeitraum des Vorjahres
verunglückten nach endgültigen Zahlen 637 Menschen tödlich.
OTS0066 2003-09-08/11:37
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