• 08.09.2003, 11:37:39
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Bayr: Analphabetismus weltweit bekämpfen

Bayr fordert weltweite Bildungsoffensive

Wien (SK) Obwohl niemand leugnen würde, dass Bildung eine
Grundvoraussetzung für verbesserte Lebensbedingungen in den
Entwicklungsländern darstellt, wird diese immer weniger direkt
gefördert. Laut der Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale
Zusammenarbeit (SWI) sind die dafür aufgewandten Gelder in den
letzten zehn Jahren um ein Viertel gesunken. Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, erinnert
anlässlich des Weltbildungstages am 8. September, dass besonders
Mädchen unter Bildungsmangel in den Entwicklungsländern leiden. In
einigen Ländern des Südens werden weniger als die Hälfte der
schulpflichtigen Mädchen eingeschult. ****

Die hohe Rate an Analphabeten (weltweit 862 Millionen) in den
Entwicklungsländern sei kein unüberwindbares Los, die
Entwicklungszusammenarbeit müsse Grundbildung als vorrangigen
Schwerpunkt im Auge behalten, so Bayr. "Zwei Drittel der Analphabeten
sind Frauen, das kann nicht nur, das muss geändert werden."

Hand in Hand mit einem niedrigen Bildungsniveau gehen auch hohe
Geburtenraten; das hohe Bevölkerungswachstum aber, gerade in den
ärmsten Ländern des Südens, vermindert die Chancen auf adäquate
Schulbildung. "Um das Millenniumsziel der UNO zu erreichen und bis
2015 allen Menschen eine Grundschulausbildung zu ermöglichen, sind
noch eine Menge finanzielle Anstrengungen von Seiten der
internationalen Staatengemeinschaft nötig", schloss Bayr. (Schluss)
se/mp

OTS0065    2003-09-08/11:37

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